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Archive for Januar 2011

Brahmacharya

mit der sambhog-meditation tief in den sex hineingegangen, so wie osho es in dem buch „sex- das mißverstandene geschenk“ empfiehlt.  wärme im dritten auge, meditation hat sich immer weiter verlängert, ohne (die sonst übliche) anstrengung. instinktiv dabei fast garnicht bewegt. später ganz langsam. viele meditationslehrer sagen ja, dass man sich nach (natürlich besonders auch bei) der meditation nur ganz langsam bewegen soll, wie jemand mit einem schädelbruch. jetzt weiß ich, wieso sie das sagen. es ist ein sehr zerbrechlicher zustand. völlige gedankenlosigkeit. aber die gedanken branden manchmal langsam wieder auf, man muss „auf der hut“ bleiben. und ganz still bleiben.

den sex hab ich als vehikel genommen (und machs immernoch). ich denke, osho hat recht, man sucht eigentlich nur nach dem orgasmus, und nichtmal danach, sondern eben nach dem samadhi im orgasmus. das wird einem klar, sobald man da ist. das ganze animalische vehikel wird einem zuwider, bzw. man versteht nicht mehr, was daran so faszinierend sein soll. es kommt einem ein bisschen albern vor.

ich glaube sowas hat osho auch mal jemandem geantwortet, ein älterer mann, der keine lust mehr auf sex hatte, und ihn zurück wollte. osho hat in etwa gesagt, dass es gut so ist, und dass es nun zeit für den mann wäre, mit den albernen kinderspielen aufzuhören.

ich denke osho hat recht damit, dass dies der richtige weg zur befreiung ist, und nicht die unterdrückung. aber man macht es dem armen „ich“ leichter, wenn man es nicht ständig mit sexuellen phantasien „provoziert“. denn genauso kann man schnell wieder zum gewöhnlichen tier werden. der zustand ist bei mir noch nicht stabil.

jedenfalls habe ich mich nun zumindest für einige zeit von der macht des sex über mich befreien können. damit fällt auch momentan die elende suche nach dem nächsten schuß, also einer „freundin“, onenightstands, usw. weg. ich lass mir jetzt einen vollbart wachsen, da es mir momentan egal ist, ob ich für frauen attraktiv bin oder nicht. 😉 ich muss frauen nicht mehr suchen und „jagen“, ansprechen, usw. das ist alles sehr befreiend.

für mein ego war es aber garnicht angenehm, als ich merkte, dass, wie gesagt, die gier zurückkehrte. ich war dann drauf und dran, sie einfach zu unterdrücken, was natürlich zwecklos ist. also versuche ich daran zu denken, diesen fehler nicht zu machen. wenn der sex zurückkehrt, muss ich eben wieder tief hineingehen.

ich denke, das ist gerade eine sehr erfreuliche entwicklung, auch wenn das eine intellektuelle bewertung ist.

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Silvester 2011

silvester 2011 hab ich allein gefeiert, wie schon viele jahre. hab mir knaller gekauft und sie dann vom fenster aus (2. stock, aber eher die höhe von nem 3. stock) runter geworfen, bzw. die knaller für kinder, wirbel usw., auf der fensterbank gezündet. war ganz lustig, und vor allem streßfrei und warm.

irgendwie ist die atmosphäre zu silvester immer ganz anders und besonders. und was in diesen stunden so geschieht ist prophetisch für das ganze jahr. die knaller haben ganz gut gezündet, viel besser als silvester 2010. da hat bei tanja so ziemlich jeder funktioniert, bei mir eher nicht so, und so war dann auch das jahr. 😉 gab diesesmal so phosphor dinger, die die ganze straße erleuchtet haben, ohne zu explodieren. da wurde ich ziemlich euphorisch. hab dann nochmal einen geworfen, er fiel aber in den schnee, und ein paar fussgänger kamen und haben drüber gewitzelt. also so 100% wird wohl nicht alles klappen, aber ein paar sachen schon.

unschön war, dass ich auf der strasse beobachtet hab, wie sich jugendliche mit dem hitlergruß begrüßt haben. in dresden ist es bei den teenagern und jungen erwachsenen scheinbar tatsächlich „cool“, rechts zu sein, so wie’s in städten wie z.b. göttingen dazu gehört, als jugendlicher links zu sein. hatte neulich auch ein date mit einem mädchen, die die npd toll fand. war kein sehr langes date. 😉

zurück zu silvester: es war sehr interessant, zum ersten mal hörte ich auf mit knaller werfen, obwohl ich noch welche hatte. es war einfach langweilig geworden. stattdessen hatte ich auf einmal ein sehr starkes bedürfnis, wie einen sog, dass ich meditieren muss. hatte ich nicht blöd vorher pathetisch geplant oder so. es war einfach diese energie. hab dann meditiert, mit den kriegsgeräuschen und dem gequassel der leute auf der straße im hintergrund. und wusste in dem moment, dass das (jedenfalls für 2011) bedeutet, dass mir die welt, die leute und die normalen vergnügungen egal sind. dass ich was besseres gefunden hab.

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Beschwerde

grad die idee gehabt, mich zu beschweren, aber ganz oben. nicht nur irgendwelche artikel bei amazon bewerten oder so. eigentlich ist es ja ein hübscher planet usw., und es gibt soviele möglichkeiten. aber am ende findet man sich ja doch nur in irgendner vollen s-bahn mit dresdner nazi-prollos, in nem liegengebliebenen ice oder ähnlich angenehmen situationen wieder. und die menschen, mit denen man diese welt teilen muss (betrunkene, fleischessende, saudumme, laute, liste ist lang). ich mein, mal ehrlich, was soll das denn?! das ist unzumutbar! wo kann man sich beschweren? geschäftsleitung?

glaub bei diesem donald walsh oder wie er heißt lief das ähnlich. dann hat er bücher geschrieben, und jetzt ist alles toll. klar, für ihn, nicht für mich.

ja, mal ganz ganz oben beschweren, und fragen „was zur hölle soll das hier? was ist das für ein grottiges spiel?“. wenns sowas wie monopoly wäre, würde ich dann gerne mit einem herzlichen schwung alle figuren abräumen und anschließend das brett durch die gegend pfeffern. ich hab ja nichtmal die regeln verstanden, alle anderen scheinbar schon. ich nehme an, dass es ziemlich unfaire regeln sind, aber ich kenn sie ja nichtmal, was die sache nicht einfacher macht. dabei red ich nichtmal unbedingt von den göttlichen, eher von den menschlichen, den gesellschaftlichen regeln. die kotzen mich wirklich an. was mach ich hier eigentlich?

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