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Archive for September 2011

(am abend vor dem 3. medmob bekam ich diese e-mail. meine antworten (s. unten) haben es leider nicht in den sehr kurzen artikel geschafft, deshalb veröffentliche ich sie jetzt eben hier. :))
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Sehr geehrter Herr Klossek,

mein Name ist x und ich arbeite bei den Dresdner Neusten Nachrichten. Anlässlich des Meditationsflashmobs, der morgen vor der Frauenkirche stattfinden soll, werde ich einen Artikel verfassen. Könnten Sie mir daher bitte bis morgen Nachmittag – am besten noch vor der Veranstaltung – einige Fragen beantworten.

1. Wo findet diese Aktion morgen, dem 21.9.2011, außerdem statt?

2. Was ist die Intention dieser Gruppenmeditation?

3. Welche religiösen Hintergründe stehen hinter dieser Meditation?

4. Wieso wird die Meditation vor der Frauenkirche vollzogen?

5. Was sind die Wirkungen einer Meditation?

6. Wer ist der Organisator dieses globalen Events?

7. Wie hoch ist der finanzielle Aufwand, um eine globale Meditation wie diese zu organisieren?

8. Wer trägt diese Kosten?

9. Was machen Sie beruflich?

10. Wie kamen Sie persönlich zur Meditation?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

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Meine Antworten
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1. in ca. 150 städten weltweit. begonnen hat die medmob-bewegung in austin, texas, und dort ist momentan auch der größte medmob, mit ca. 400 teilnehmern (medmob gibt es seit januar diesen jahres, und findet seitdem immer ende des monats statt, in dresden morgen zum 3. mal). in london kamen schon 200 zusammen. in deutschland gibt es medmobs momentan in berlin, darmstadt, dresden, köln (der größte, mit 84) und münchen. in italien haben sich gerade 50 städte auf einmal angeschlossen. kanada, australien, schweiz, irland, schweden, dänemark, norwegen, ungarn, usa, holland, frankreich… kann ihnen die liste geben, wenn sie wollen. allerdings sind nicht alle städte wirklich jeden monat aktiv dabei.

2. wir leben in einer außergewöhnlichen zeit. es gibt viel unruhe, viel chaos und zerstörung. wir haben jetzt die möglichkeit, uns zu entscheiden. mit dem medmob setzen wir ein lebendiges gegengewicht für eine bessere, bewusstere welt und zukunft. es geht darum, das bewußtsein auf eine höhere stufe zu führen, die vergangenheit hinter sich zu lassen, und neue wege zu gehen.
die schwingung der stadt soll damit erhöht werden. es gibt studien darüber, wie meditation sich positiv auf städte auswirken kann, kriminalität und gewalt sinken messbar. auch hat es positive auswirkungen auf passanten, die sich wundern, wieso wir mitten im trubel einfach so da sitzen, ohne etwas „zu tun“. ich habe schon einige male gehört, wie sie sich gefragt haben „was macht er da? beten?“, oder wie kleine kinder ihre mütter gefragt haben, wieso der mann da sitzt und schläft, worauf diese keine antwort geben konnten. 😉 es hinterlässt spuren im unbewussten, etwas im kern der menschen, ihr eigentliches sein wird angesprochen und zum schwingen gebracht. es werden samenkörner gesetzt.
wir möchten auch, dass die meditierenden raus kommen aus ihren verstecken, und ihr licht für alle sichtbar strahlen lassen.

3. es geht um die meditation an sich und ihre positiven auswirkungen auf die welt. jeder kann auf seine weise meditieren (nur eben still), religion oder tradition spielen dabei keine rolle. jeder ist willkommen. ich habe deshalb auch einladungen an die hiesigen meditationszentren, buddhistische vereine, die christl. kirchen, und alle parteien der stadt geschickt.

4. zum internationalen tag des friedens habe ich eine weile ausschau nach passenden plätzen gehalten. aber die frauenkirche war natürlich gleich an erster stelle. der erste dresdner medmob war auf dem altmarkt, also in etwa dort, wo damals die leichen aufgehäuft wurden, nach dem bombardement. die frauenkirche ist das symbol für krieg und wiederaufbau, und damit frieden. (das hier ist viell. ein gutes zitat:) die frauenkirche ist ein sieger, sie wurde umgeworfen, ist aber nicht liegen geblieben, sie stand wieder auf. so sollte man leben. sie ist ein symbol dafür, dass das leben immer einen weg findet, sich immer fortsetzt. und für den frieden.

5. (siehe 2.) desweiteren wirkt sich meditation für den meditierenden mehrfach positiv aus: die konzentration wird besser, die gedanken klarer, entscheidungen werden besser und schneller getroffen. streßsymptome lassen nach. energie nimmt zu. es ist paradox, aber nachdem man 1 stunde völlig still dagesessen hat, fühlt sich der ganze körper energetischer und gekräftigt an, wie nach yoga o.ä. natürlich wird auch die intuition besser, wenn das gedankengeplapper aufhört. man hört die eigene innere stimme besser, und ist ganz im hier und jetzt, (statt wie sonst meistens mit dem kopf in der vergangenheit, oder in der zukunft). wenn man es schafft, regelmäßig in diesem zustand zu sein, kann sich dadurch nach und nach das ganze leben zum positiven ändern. süchte verschwinden, streitigkeiten nehmen ab, einfach dadurch, dass man sich selbst dessen bewusst wird. neue ideen kommen, entscheidungen werden getroffen.

6. mir sind patrick kronfli und joshua param sevak adair vom „medmob-core“ aus austin, texas bekannt. die geben die ideen und die grobe richtung vor. die gesamte organisation läuft über facebook, mit coordinatoren für jeweils eine stadt, die sehr viel handlungsfreiraum haben und dann vor ort die meiste arbeit machen. ich glaube, patrick und die anderen sind selbst erstaunt, wie groß das ganze inzwischen geworden ist. 😉

7. niedrig. aber es steckt viel zeit und idealismus darin, die pages bei facebook zu verwalten, leute einzuladen, mails zu verschicken, usw. dresden ist ein bisschen mühsam. bei den ersten beiden medmobs war ich allein. in berlin und köln funktionierte es wohl einfacher. deshalb habe ich diesesmal sogar flyer gedruckt und verteilt, das hat dann etwas geld gekostet, aber nicht viel. und ich habe mir eine klangschale gekauft, für das start- und endsignal. ich denke, bei den anderen coordinatoren wird es ähnlich sein, es haben viele flyer verteilt.

8. die coordinatoren, oder wer eben sonst lust hat, werbung für die medmobs zu machen. es ist alles ehrenamtlich sozusagen.

9. ich suche gerade nach einem doktorvater und würde gerne in religionswissenschaft promovieren. außerdem bin ich meditationslehrer, und reinkarnationstherapeut (in ausbildung).

10. ich meditiere seit ca. 10 jahren. und ich weiß garnicht mehr, wieso ich damit angefangen habe. 😉 ich hatte mir ein buch über meditation schenken lassen, und dann einfach angefangen. während dem studium habe ich mir dann den buddhismus und die versch. richtungen näher angesehen. später habe ich dann zu osho und anderen, modernen meditationstechniken gefunden. z.b. zu der QLB-atemmeditation, mit der man sehr viel energie aufbauen kann, die mag ich sehr. auch zen. es hat sich einfach alles nach und nach entwickelt, wie beim sich-öffnen einer blüte.
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kein problem, wenn sie mit meditieren wollen, können sie auch nur die letzten 30 min., oder wie lang immer, mitmachen. es wäre nur gut, wenn sie eine decke/ matte und ein kissen dabei haben. geht natürlich auch ohne, aber auf dem stein wird das schnell ungemütlich.
wir sind auf jeden fall bei der seite beim luther-denkmal, irgendwo in der nähe vom denkmal. ich werde auch ein goldenes pappschild wahrsch. auf den boden legen. müssten uns finden können. 😉
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hoffe war jetzt nicht zu lang, dankeschön für ihr interesse. 🙂

shivananda

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For some time now I really do as my master samarpan says and try to be here and present as possible. So in meditation I’m not so much concentrated on the ecstasy anymore but feeling my true feelings fully in this moment and so on. If you stay awake and present when doing QLB-breathing meditation its like “boom!”. I really recommend it. Its intense and it has an immediate effect.

Youre simply a bit more awake, see things, and then you go and change things. 😉 so I quit my flat, getting much more things done quicker… and am very motivated for medmob. i’m still not a broad smiling hippie guy, no, its more like a war, or a wrestling match, me against this stubborn, fast asleep city. 😉

so I really did my best this time. Medmob day and night for the last week or something. Much facebooking, sending mails to all the media, also this time the churches, even all of the political parties of dresden. Including the very left and the very right ones. 😉 And I created a flyer and distributed about 400 of them. Which was very challenging, since I’m kinda shy and don’t like distributing flyers at all. As I noticed/ remembered this I decided not to force myself to do it and be good to myself. So I mainly fixed them to bicycles across the whole city, train stations, university.

The echo was like always, practically none, very weak. But then I got an e-mail from a news reporter, with questions, which I anwered veeery long (will post this mail later). 😉

Next day it was the day. At the moment I like golden very much. Even wanted to buy a golden shirt for this medmob. But, maybe next time. Its difficult and expensive. 😉 so I got my golden cardboard and wrote some “join us!” and smileys on it. And I got myself a cool golden singing bowl from reiki-zentrum dresden (fairtrade from india) for the medmob.

So finally off I went with all this stuff and my backpack with clothes, cushion and stuff for every possible situation. On the way I luckily found a postal office and quit my flat there. So this would be outta my head.

Around 17:30 I was there, went into the frauenkirche and tried to calm myself, but didn’t help much. Out again I looked and was alone as always. Then it was 17:55, and I slowly, not surely, but unstoppable, walked to the middle of the place in front of the church. I would do it again, no matter what. Laugh at me, look at me, whatever. I am in full attack.

I arranged my blanket, and then there came another guy! Was very relieved to see him. Moments later a whole group of 7 came, with blankets and so on, and the news reporter. He interviewed me shortly. Then we found a better place, closer to the church. Was very strange to be “the organiser” and at the same time having to deal with people. I must admit I’m a bit the holy hermit in the himalayas. I’m not used to this at all. Was very intense. (And I by now think that the thing that works best is when people tell their friends). So thankful and lucky that they came.

The meditation was cool. The cardboard and the size of the group made people stop and look very often. The reactions were mildly and I think mostly friendly, astounded, impressed. Especially in the end when we were chanting “om” quite loudly, we got whole groups of people standing close before us.

I think we’re in fact doing something there. Its like a silent fight or something. All the different energies that one can feel of the people passing by. One time there was a lady walking towards us quite normally, but I could feel that she had a kinda bad attitude towards us. She looked at us, then signalled to her husband that we are nutters (I often have my eyes open during medmob). 😉 another time there was a man very fast coming towards us, but I could feel that he was cool with us.

Anyway its quite challenging, and something is happening through us, we make a difference. Even if I cant quite say in what way exactly. But its really a kind of work.

The hour was much shorter than the other times. For me it was without much effort and quite cozy, so to speak. Challenging at the same time.

To my role as a leader, teacher or whatever… hm. I like it when it works. It has energy and I want more of it. But socially, talking to people, treating people good and stuff… I maybe want to bark out orders, like I do it sometimes with myself. I want to do it 100% perfect, but humans are so imperfect and puzzling. And they have their own will. 😉 but luckily the group didn’t need a leader. It was all very smooth and relaxed.

Its exciting and very challenging for a monk like me. I’d like very much to be a meditationsteacher, but I think I need a lot of practice and experiences with people. Maybe, hopefully I will grow into it. Would be really cool.

The report didn’t make it into the printversion of the newspaper, but its online. So here’s the link (will be deleted sometime I guess, so I will try to save it):
http://www.dnn-online.de/dresden/web/regional/kultur/detail/-/specific/MedMob-Dresden-meditiert-zum-Tag-des-Friedens-vor-der-Frauenkirche-2363848582

 next one: 28.10.

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kokosnussraspeln gibts im supermarkt in der back-abteilung, sehr billig. habs leider noch nicht als fairtrade gefunden. mir war einfach nach nüssen, also hab ich mal so eine tüte gekauft. nur bisschen trocken so ohne alles.

also hier mein experiment:

kleine schüssel mit kokosraspeln, bisschen wasser oder hafermilch, und bisschen flüssige apfelsüße dazu. umrühren.

ergibt was, was entfernt an diese „rocher“ kugeln erinnert, nur mit mehr kokosnuss und billiger. 😉 man könnte auch kugeln draus formen, wenn man denn lust dazu hat.
macht erstaunlich satt, weil die kokosnuss sehr fetthaltig ist, und man fühlt sich danach sehr energetisiert.

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hafermilch, eiskaffee-pulver (wenn möglich fairtrade), teelöffel meersalz, bisschen hafersahne. das wars schon. 😉

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