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Archive for Mai 2012

Wer meint es wirklich ernst?

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“wie ich höflichkeitsfloskeln a la „wie gehts dir?“ hasse. meistens weiß ich garnicht, wie’s mir geht. also sag ich das auch: „ich weiß es nicht“. dann kommt natürlich gleich die nächste dumme frage: „aber wieso denn nicht? was ist denn los?“ oh mann. 😉 […]
ich mache außerdem die erfahrung, dass, wenn man auf das höfliche getue radikal verzichtet, leute einen für unfreundlich und arrogant halten. man „gleitet“ dann nicht mehr durchs leben, bzw. durch die menschen, sondern es ist mehr wie autoscooter. 😉 aber man gewöhnt sich dran. […]
aufzupassen, dass einen auch ja alle mögen und verstehen, ist ego. sonst könnte ich ja am ende ganz alleine sein, und das wär ja schrecklich. 😉 auf oberflächliche menschen kann ich jedenfalls ganz gut verzichten. meine erfahrung ist sogar, dass man erst dann wirklich authentisch man selbst sein kann, sobald es einem ehrlich egal ist, was die leute über einen denken/ reden. das ist echte freiheit.“
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Das hab ich neulich in der facebook samarpan-gruppe geschrieben. Und damit nur beschrieben, wie ich samarpans lehre direkt und konsequent in meinem leben umsetze. Die reaktionen überraschten mich erst, aber eigentlich waren sie doch zu erwarten. Der mensch sei aber doch ein soziales wesen, wie gänse ja auch, und überhaupt wolle man nicht allein in einer höhle verenden. Ein bisschen nett sein gehöre ja auch einfach dazu, und bla bla.

Für mich ist das nicht sannyas, nicht authentizität, sondern ein lauwarmes gefallen-wollen. Ein eso-kalenderspruch hier, ein rosa herzchen da, und hin und wieder ein bisschen jammern, wie inkonsequent man doch ist, aber in zukunft wird das alles anders. Bald. Bestimmt. Morgen. Ähnlich wie süchtige raucher, oder fleischsüchtige, die hin und wieder eine vegetarische phase von 2 wochen haben. Schließlich soll einen die oma und überhaupt alle doch weiter mögen, da muss man sich eben doch ein bisschen anpassen. Ein bisschen “mit den wölfen heulen“, ein bisschen lieb sein. Offenbar ertragen es nur sehr wenige menschen, wirklich allein zu sein.

Samarpan betont immer wieder seine radikalität. Radikal zu sich stehen, radikal authentisch sein. Als ich von “meinem radikalen meister“ schrieb, wurde ich nur dümmlich/ stichelnd gefragt, wer das denn sei. Offenbar hören die leute ihm nichtmal richtig zu. Oder besser: merken sich nur das, was ihr ego als harmlos bewertet.

In der anschließenden heißen sommernacht konnte ich nicht schlafen. Dabei dachte ich nochmal darüber nach. Wenn ich dieselben wahrheiten wie samarpan sage, wieso werden sie auf einmal nicht mehr erkannt? Die fast exakt selben worte. Als ich schrieb, dass ich kein mensch, sondern bewußtsein bin, wurde ich ausgelacht und mir gesagt, ich sei “etwas merkwürdig“. Wenn samarpan so etwas sage, sei das etwas ganz anderes, denn er sei ja ein meister. Aha.

Osho hat mal die geschichte von einem heiligen (mir fällt der name nicht ein, viell. weiß ihn ja jemand) erzählt, der erkannt hatte, dass alles Gott ist, also sagte er von sich, dass auch er Gott sei. Daraufhin wurde er natürlich vom aufgebrachten mob gesteinigt.

David icke hatte ein spirituelles erlebnis, woraufhin er vor fernsehkameras sagte, er wäre der sohn Gottes. Was dazu führte, dass er jahrelang in england auf offener straße ausgelacht wurde. Die leute haben das bis heute nicht vergessen.

Tatsache ist aber doch, dass jeder sohn oder tochter Gottes ist. Das liegt auf der hand, und vermutlich weiß das jeder tief in sich auch. Aber, über diesen themen liegt eine art tabu, wie über sex. Religion, spiritualität, seele, geist, alles höhere wurde streng abgespalten vom restlichen, materiellen dasein. Man kann sich fragen, wieso das eigentlich so ist, aber es scheint tatsächlich so zu sein, sogar in einer samarpan-gruppe. Wer die lehre ernst nimmt, ist der depp des tages, und darf ausgelacht werden.

Christen gehen sonntags in die kirche. Dort erzählt ihnen jemand, ein mann oder eine frau, wie sie sich verhalten sollen. Diese person steht über ihnen, und hält großen abstand zum einfachen pöbel, der natürlich zu dumm ist, diese heiligen dinge eigenständig herauszufinden und zu verstehen. Darüber ein bild von jesus, den man natürlich anbeten soll. Auf dem bild menschen, die ihre arme nach ihm ausstrecken, und verzweifelt sind, weil er gekreuzigt wurde: „Mist, jetzt ist er tot, was machen wir denn jetzt? Er war doch der einzige sohn Gottes!“.

Nö, war er nicht. 😉 jeder von uns hat denselben göttlichen funken, oder die “buddha-natur“ in sich. Aber, stürmen sie doch mal den altar beim gottesdienst und rufen „ich bin auch ein sohn Gottes! Auch ich bin weise, auch ich habe etwas zu sagen!“. Man wird wütend reagieren, möglicherweise kommen sie dafür direkt in eine anstalt.

Man will, dass die leute sich für klein und unbedeutend halten. Für schwach und abhängig von erlösern, lehrern, usw. In wirklichkeit sind sie unendlich groß und mächtig und haben es nur vergessen, oder wollen es nicht wissen.

Warum also leben nur so wenige nach ihrem „glauben“? Weil das nur schöne geschichten sind. Nur sehr wenige der sog. “christen“ glauben selbst an ihre bibel, oder versuchen nach dem vorbild ihres meisters, jesus, zu leben. Wenn die christen in deutschland tatsächlich christlich leben würden, oder z.b. die cdu tatsächlich eine christliche, und keine faschistische, partei wäre… ich glaube, dann wäre das leben in deutschland sehr viel angenehmer. Aber gottesdienste sind eben nur märchenstunden für erwachsene. Wer, wieder auf der straße und in der alltagsrealität, noch davon redet, wird belächelt, oder eben für “etwas merkwürdig“ gehalten.

Diese “christen“ sehnen sich alle nach ihrem erlöser. Aber, setzen sie sich mal mit langen haaren und langem bart vor die frauenkirche in dresden, mitten zwischen die “Ohhh Ahhh, was für eine schöne kirche!“-touristen und meditieren z.b. Die meisten werden sie ignorieren, ein paar werden sich über sie ärgern, viele werden sie auslachen, und nach ca. 30 min. wird die security sie wegjagen, weil betteln dort verboten ist. Theoretisch ist genau so jemand das große vorbild dieser leute, aber eben nur in den schönen sonntagsgeschichten, nicht in der realität. Dort ist es nur ein schmarotzer, den man wegjagen muss.

Deshalb meine frage: Wer meint es eigentlich ernst mit diesen dingen? Wer versucht sie tatsächlich im alltag umzusetzen? Nicht viele, sonst wäre die gesellschaft eine ganz andere, viel schönere und menschlichere.

Vielleicht weicht die künstlich konstruierte trennung zw. geist/ seele und materie aber auch langsam auf. Das wäre schön, denn dann würden sich z.b. viell. auch mal mehr leute zum medmob trauen. Oder, beginnen, sich zu trauen, tatsächlich authentisch sie selbst zu sein, so groß, wie sie in wirklichkeit sind.

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28.5. 2012

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Praying for Help

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My experience is that in many cases humans just cant really help you. God can, and always. I found about 4 methods. They are all really simple, takes just a bit practise, and most importantly: sincerity and real humbleness. Let your ego behind. Humility makes your life easier, and you will be a more likable person. It’s the straight way to God.

1-3 I learned from the talks of my master samarpan. Experiment with the methods and see which is easiest for you. I hope this helps someone.

And if youre disturbed by the word “God”, you can call him “universe”, or “life itself”, no problem.

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1. Feeling and accepting the hell

Don’t avoid the pain (of being lonely, broke, whatever), don’t distract yourself from it with drugs, tv or such. Sit with the feeling (to trigger it, you can shortly think about the story) every day for about a half to 1 hour. When “movies” and thoughts of past situations when you got hurt or such come up, ignore them, and stay purely, thoughtless with the feeling. Accept it, accept that maybe you will be forever in this (hellish) state. Don’t fight it.

The trick is not to complain to God, but just let him feel what you feel purely through you. God loves you, and he doesn’t want you to suffer, he wants you to be happy and enjoy your life totally. So youre sending out a strong signal to him: “hey, something is wrong here”.

Do this for a few days, or longer. The (maybe very old) pain will disappear over time (and transform into power/ love), and the chances are high that your live situation will also change simultaneously.

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2. Silence and Humility

When praying, don’t think out loud “dear God, I need this and that”. This way you will talk to him, and your ego is involved, so its not as pure. It’s a bit hard to describe, but you can still think about the issue but don’t “speak it out loud”. Cry for help, but without words. Invite God to come into you, be open. Let him “talk” to you. This is real prayer.

God doesnt use words. It’s a silent communication and hard to describe. Keep your heart pure, be totally humble, surrender to God totally, know that you cant do anything without him, and keep your mind quiet. Maybe its even good to don’t talk for a few days. This is the way.

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3. Gratitude and Love

Be thankful. Gratitude is really powerful. See what treasures God gave you already, and then say from all your heart “thank you! More of that, my father!”.

But don’t be cunning, don’t think “okay, I will pretend to be rich, but I know it’s a lie, so I will get something”. This will never work. If youre saying to God that you have not enough, he will give you more of “not enough”. If you tell him “thank you, I have all I need, I’m happy to be alive, I’m a king, I already have everything! Why do you shower all this on me, this is so cool!”, he will smile and shower even more. It’s a love affair, a play, its not serious. 🙂

But when you get serious about these things, life can become a nightmare. Remember: at this moment you really have everything you need. That’s a fact. You need this experience. The present moment is always perfect, even if you will only understand that sometime in the future.

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4. Self-fulfilling Prophecy

This isnt praying, but also works. Imagine a lively picture of what you wish to happen. You, standing there at your mailbox, holding this beautiful letter in your hands, smiling, overjoyed. You have to be really in it, like in a simulator. Feel the joy totally, let it get really big. Say “thank you!”, maybe let tears come, get emotional (this is most important). Do this until you really believe it to be real, and until it feels right.

There shall be no fear or doubt. You have to be really convinced. This is also important. If you have slight doubts or are only involved in the method with your mind, it easily can lead to the opposite result.

Then imagine how you look at your hand or hands, and e.g. holding the letter (touching something). Then think out loud for a few times “this is the (near) future!” and believe it strongly.

Its also good to remember your “ritual”, when the wish comes true. Feel thankful, get emotional, and look at your hand(s).

Naturally it wont work every time. Sometimes its not intended to be. Don’t get too serious about it (and life).

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3.5. 2012

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