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Archive for September 2012

Manchmal kann man sich bei einer wichtigen sache einfach nicht entscheiden, und der mind hält einen gefangen, und lässt einen immer im kreis grübeln.

Mir hilft das hier manchmal:

1. Direkt nach dem aufwachen kann man sich gut entscheiden, weil dann der kopf noch nicht mit seinem gebrabbel aktiv ist. Aber bei dieser entscheidung sollte man dann auch bleiben, und nicht später nochmal drüber grübeln.

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2. Natürlich kann man auch einfach meditieren (ausprobieren, welche technik sich dafür am besten eignet, aber würde wohl am ehesten zen empfehlen), bis die gedanken sich beruhigt haben, und klarheit eintritt.

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3. Und der intuition eher folgen als dem kopf ist natürlich auch sehr gut. Manchmal „weiß“ man einfach, dass etwas richtig ist, auch wenn einem die logik was ganz anderes sagt. Oder man hat ein ganz seltsames, „dunkles“ gefühl bei etwas, das eig. „wasserdicht“ ist. Ich habs schon oft bereut, nicht auf mein gefühl gehört zu haben, und manchmal bin ich ihm auch gefolgt, obwohls wirklich unlogisch war, und so mehr ich in diese richtung gegangen bin, desto mehr hat sich auch gezeigt, dass es wirklich der richtige weg war.

Z.b. bin ich, als ich nach dresden statt berlin gezogen bin, rein der logik gefolgt (billiger, mehr freie wohnungen, usw.). Diese scheinbar guten gründe haben sich inzw. aufgelöst, dafür habe ich eine ganze reihe nachteile.

Ich glaube mit jeder dieser erfahrungen steigt das vertrauen in die eigene intuition, also der kopf ist irgendwann auch überzeugt, und folgt beim nä. mal eher der intuition. Man kann seine intuition auch trainieren, indem man öfter bewusst auf die (leider meistens eher leise) innere stimme hört. Und dann eben auch danach handelt.

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Auf meiner neuen facebook-page zur website hab ich jetzt mal gefragt, ob mich jemand was fragen will. 😉 bzw., ob ich mal was zu bestimmten themen schreiben soll. Wenn da viele fragen kommen, was ich jetzt eig. nicht unbedingt erwarte, kann ich dann auch mal eine eigene sektion dafür aufmachen.

und hier ist die erste frage, von jassi:

„was mich interessieren würde, wäre z.b. warum der mensch immer versucht, seine natur zu verleugnen (askese in hinsicht auf essen, sex usw.), z.b. in den weltreligionen, aber auch in anderen spirituellen richtungen (z.b. leute, die behaupten, sich von licht statt nahrung zu ernähren) und ob dies nicht auch als lebensfeindlichkeit gesehen werden könnte. ist akzeptanz des menschen in seiner ganzheit so schwer?“

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Antwort: Seine natur verleugnen. Da stellt sich mir gleich die frage, was ist denn die natur des menschen? Ich glaube, das ist so der ewige kampf von geist und materie. Jeder mensch, der ein bisschen bewusst ist, wird wahrsch. einige male in seinem leben phasen haben, wo er versucht, sich gegen die materie, und die natur seines eigenen physischen körpers (samarpan spricht auch oft von „tierkörpern“) aufzulehnen, bzw. ihn mit disziplin zu beherrschen. Unser sehr viel größeres, uraltes, bzw. zeitloses bewusstsein wird in diesem kleinen körper sozusagen „eingesperrt“, und ist dann, solange dieser körper existiert, damit beschäftigt, ihn am leben zu erhalten, den tierischen trieben nachzugehen, usw. Das kann schon verwirren, bzw. nerven.

Und ja klar, in vielen religionen wird versucht, diese niedere natur zu überwinden. Gutes beispiel ist da der buddhismus. Aber heutzutage gibt es ja auch die „eso-szene“, wo sich viele mit phantasien über alles mögliche in andere realitäten „wegbeamen“ und flüchten, um sich nicht mit der wirklichkeit befassen zu müssen.

Natürlich haben wir alle eine „höhere natur“, aber irgendwie ist es ja auch die aufgabe, das spiel sozusagen, sich hier einmal auf das „menschsein“ voll, 100% einzulassen (wieder zitier ich indirekt samarpan ;)). Samarpan sagt auch, dass man erst erwachen oder sogar ins nirvana eingehen kann, wenn man sozusagen das menschliche dasein zur genüge durchprobiert, und voll angenommen hat.

Ich denke, es kommt immer darauf an, ob man die balance halten kann. natürlich kann soetwas leicht in extreme und lebens/ lustfeindlichkeit übergehen.

Seine eigene (wenn auch zeitlich begrenzte) menschliche natur zu akzeptieren, ist für intelligente, bewusste wesen glaub ich oft nicht einfach. Das verlangt wirklich mut. Also zu sich und seinen wünschen, begierden, gefühlen, und auch zu seiner relativen machtlosigkeit und fehlern zu stehen.

Viell. kann ich da noch was persönliches zu sagen. Also, es gibt meditationstechniken, mit denen man wunderbar „abheben“ kann, wie mit einer droge. Da fühle ich mich dann auch für einige zeit ganz vom irdischen dasein „befreit“. Und es gibt methoden, voll, mit seiner ganzen energie, hier zu sein, präsent. Beides hat seinen reiz auf jeden fall. Aber im leben weiterhelfen tut mir glaub ich eher die zweite methode.

Ich hoffe, die frage ist damit einigermaßen beantwortet, danke dafür.

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meditation für leute mit wenig energie, besonders gut morgens statt kaffee. und leicht zu merken, also gut für leute wie mich. 😉

lockere kleidung, shirt möglichst sauber und weiß, oder freier oberkörper.

halber oder voller lotus. viell. musik an wegen der nachbarn.

ich persönlich habe gerne die augen ganz oder halb auf, um nicht abzudriften, was bei so einer starken meditation schon möglich ist. aber einfach ausprobieren.

immer wach bleiben, beim atem, im hierjetzt.

langsam, stetig und so tief einatmen wie möglich. wirklich an die grenze gehen, meistens gehts doch noch etwas weiter. luft wie durch einen strohhalm einsaugen.

langsam ausatmen auf den buchstaben F („ffffff“).

nach einer weile geschieht das atmen von selbst, der körper reguliert und heilt sich, wie er’s braucht.

ekstatische gefühle, ähnlich wie beim sex, können auftreten. leichtes stöhnen usw. ist erwünscht. 😉 daher kommt das „sexy“.

„ice breath“, weil sich die luft beim einatmen kalt anfühlt. wenn mans richtig macht, klingt das einatmen irgendwann wie ein wasserkocher, alle möglichen zischlaute.

es geht darum, sein energiefeld aufzubauen. deshalb ist es ok, dem körper dabei mit leichten bewegungen zu helfen. leichtes wiegen oder schütteln des oberkörpers, schlangenartige bewegungen: die kundalini soll stimuliert, und die chakren neu geordnet werden.

man kann sich anfassen, je nachdem, wo es gebraucht wird. sanftes hand auflegen, streicheln, massieren, schlagen (um blockaden zu lösen). (ich persönlich schlage z.b. oft meine brust sehr hart, wodurch sehr viel energie zu fliessen beginnt). wenns gut läuft, vibriert danach der ganze körper.

nach den ekstatischen zuständen stellt sich häufig eine sehr große innere stille ein. dann ruhig auch mal den atem anhalten oder ihn flacher werden lassen. einfach der intuition folgen. beobachten was passiert.

es ist gut, nach der meditation einige minuten sitzen zu bleiben, die energie zu fühlen und botschaften an sich selbst zu beachten. dieser letzte teil ist viell. der wichtigste.

kurz: so tief und langsam einatmen wie möglich, wie durch einen strohhalm. ausatmen auf F. energie, ekstase, erwachen.

 

urheber: shivananda, 5.1. 2009 (abgeleitet von der QLB-meditation von jeru kabbal)

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effektiver, schneller, leichter als mit dieser meditation geht es nicht. personen mit viel sexueller energie haben einen gewissen vorteil. 😉

die stille nutzen, die beim/ nach dem orgasmus da ist, sozusagen als starthilfe. danach dann drauf achten, die gedankenleere zu halten. idiotensicher. 🙂 möglichst bequem, im sitzen oder liegen. wenn der orgasmus/ die gedankenleere eintritt, möglichst garnicht mehr bewegen, absolut starr bleiben. keine gedanken aufkommen lassen. anfangs ist das ganze sehr zerbrechlich.

wenn man das paar mal übt (ca. 20 mal), wirds immer leichter. man bekommt ein gefühl für diesen gedankenleeren zustand. auch ist es später möglich, sich sehr langsam und vorsichtig zu bewegen und dabei trotzdem den zustand zu halten. der zeitraum dehnt sich nach und nach immer weiter aus, bis man garnicht mehr „zurück kommen“ möchte. die meditation wird so mühelos.

urheber: shivananda, 29.8. 2010

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„Bleib bei dir!“, das war so einer der schlüsselsätze, der mir am ende eines tantra-wochenendes nochmal gesagt wurde. Und auch samarpan weist da öfter drauf hin.

Ich setze das so um: wenn ich in der stadt bin, und von den eindrücken überwältigt werde, oder mich zu sehr beobachtet fühle, bekomme ich einfach einen „tunnelblick“, also achte nicht auf die menschen. Mein fokus bleibt auf mir und meinem weg. (Samarpan macht das übrigens wohl ähnlich, also er hat mal gesagt, dass, wenn er satsang gibt, da für ihn eigentlich kein publikum sitzt, und er ganz allein ist).

Es ist also egal, ob leute lachen, oder was auch immer. Auf diese weise kann ich authentisch und natürlich sein, und muss mich nicht mehr so verhalten, wie ich denke, dass es die leute akzeptieren. Das ist eine große befreiung. Außerdem bleibe ich fokussiert, und kann mir dann aussuchen, auf was ich diesen fokus ausrichte, ohne vom drumherum abgelenkt zu werden.

Noch ein wichtiger punkt: fast mein ganzes leben lang war ich unsicher in der öffentlichkeit, weil ich immer angst vor den meinungen und bewertungen der leute über mich hatte. und immer war ich falsch, egal, was ich angezogen oder gemacht hab. Wahrsch. haben mich die meisten leute garnicht bemerkt, aber das hab ich mir eben eingeredet. Der trick ist (und auch den hat samarpan mal im satsang erzählt), sich nicht selbst von außen zu beobachten und so zu bewerten, wie man denkt, dass es die leute tun werden. Einfach bei sich bleiben, und nur von drinnen nach draußen gucken, nicht umgekehrt. Dann ist es ganz egal, wie man aussieht, oder wie man sich bewegt, man fühlt sich immer gut und selbstbewusst.

Natürlich kann man das noch mit etwas tieferer atmung unterstützen, also die energie noch etwas anheben. Das fühlt sich ziemlich gut und stark an. Außerdem kann man versuchen, möglichst aus den gedanken heraus zu kommen. Also dabei garnichts weiter zu denken, dann sammelt man noch zusätzlich energie an. Ein etwas langsamerer und bewusster gang ist auch gut.

Ich bin dabei dann ganz angefüllt mit meiner energie. Fühlt sich dann oft so an, als wäre ich ein wandelnder burgturm oder so, also sehr mächtig. So kann ich mich überall so wie zuhause und sicher fühlen.

Genauso merke ich aber auch, wie es sich anfühlt, wenn ich abgelenkt werde, z.b. einer schönen frau zu lange nachsehe, oder ich mich unauthentisch verhalte, also jemandem höflich die hand geben muss, oder auf eine frage antworte, auf die ich garnicht antworten wollte. oder jemanden anschreie. Das fühlt sich schwach an, weil meine energie dann nicht mehr bei mir ist.

Man kann da einfach etwas bewusster werden, und mal damit spielen.

Weiterer punkt ist die sexualität (den tipp hat mir samarpan neulich gegeben). Normalerweise ist man da ja eher auf den körper des partners, oder eine phantasie konzentriert. Wenn man aber (gutes übungsfeld: masturbation) dabei in seiner eigenen kraft bleibt, also nicht in die phantasien geht, und einfach seinen eigenen körper erforscht, ändert sich die erfahrung völlig. Und man merkt, dass man zur sex. erfüllung eig. nichtmal einen partner oder filme usw. braucht.

Der sex mit partner wird dann aber auch besser. Also, eig. will man das ja selbst auch, also, dass der partner sich selbst sexy findet, sich wohl in seinem körper fühlt, mit ihm gut umgeht und sich mit ihm auskennt.

Mit etwas glück entwickelt man dabei sogar mehr selbstliebe, und gewinnt dadurch an autonomie. Am ende macht einen all das natürlich auch anziehender, und weniger „verzweifelt“ bei der partnersuche. 😉

Zum „bei sich bleiben“ gehört natürlich auch, regelmäßig ohne gedanken die eigenen gefühle zu fühlen und zuzulassen. Aber hab ich ja schon an anderer stelle geschrieben. Das gibt auch sehr viel innere stärke. Und manchmal passieren dann auch kleine „wunder“, und die dinge lösen sich ganz von selbst, auch im außen.

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