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Archive for Februar 2014

Die krupps sind wieder da, mit neuer (doppel-)cd. 🙂 Bin ja hardcore-fan seit 1997 oder so. und hab die musik in letzter zeit eig. kaum noch gehört, aber da musst ich natürlich doch hin.

War auch schon lang nicht mehr auf konzerten oder in der disco, deshalb war das alles bisschen stressig für mich. Aber was tut man nicht alles. Wenn ich mal ne band mag, dann richtig. 😉 das letzte mal hatte ich sie in hannover, so ca. 2006 oder 2007 gesehn.

Der anfang war ziemlich holprig. Einlass sollte laut karte um 19 uhr sein, anfang um 20 uhr. Und weil ich die beiden vorbands schon sehen wollte (die hatte ich mir in hannover damals gespart), war ich kurz vor 20 uhr da. Reingelassen wurde man dann aber erst ca. um 20 uhr. Drinnen hab ich dann mein handy an der garderobe abgegeben, muss also die restlichen zeiten schätzen, aber die erste vorband hat dann ca. 20:30 angefangen.

Das eventwerk ist überraschenderweise nicht besonders groß (oder es wurden bereiche abgeteilt?). Der alte schlachthof ist schon bisschen größer. Und vor allem gibts da treppen, auf die man sich setzen kann (!). und im eventwerk ist der boden ziemlich uneben, muss man ständig drauf achten, nicht zu stolpern. Aber immerhin, passende location, ehem. fabrik im industriegelände. 🙂

Joa, und was macht man die ganze zeit, besonders, wenn man allein da ist? Nach ner weile hab ich mich einfach in ner halbwegs gemütlichen (…) ecke auf den boden gesetzt und gedöst. Auch in den scheinbar endlos langen umbaupausen.

Übrigens ein tipp für leute, denen viele menschen auf einem haufen auch zu schaffen machen: tief atmen wirkt da wunder. 🙂 also mir ist zum ersten mal aufgefallen, dass ich in solchen situationen fast schon den atem anhalte, bzw. ganz flach atme. Hab das ne runde gemacht, und danach hab ich mich deutlich wohler/ entspannter gefühlt.

Die erste vorband war dann chant aus texas (wenn ich das richtig mitbekommen hab, sogar angesagt von dem krupps frontmann (!)). ja, hab ich mehr so aus der ferne beobachtet. Ein keyboarder, ein schlagzeuger, und haben sich mit dem gesang abgewechselt, das war schon ungewöhnlich. Und klöppelten da so wild rum mit so ner art stahl-o-phon (?), keyboard schwankte wild hin und her. Joa, konnte mich jetzt aber nicht so umhauen. Hat auch kaum wen groß interessiert.

Danach kamen vigilante. Die waren ganz cool, bisschen düster, mit gitarre, erinnerten schon bisschen an die krupps. Auch schön, dass hinter ihnen ne video-leinwand war, auf der so passende filme zur musik liefen. Thematisch gings die ganze zeit gegen die „nwo“, für revolution und so. hat aber wieder kaum wen interessiert. 😉 hab lang nicht mehr so ein „totes“, desinteressiertes publikum erlebt. Und da tat mir die band schon bisschen leid, hatten sie nicht verdient.

Insgesamt waren zwei vorbands und die umbaupausen aber schon bisschen zu lang, wie auch schon in hannover. Damals hatte ich sogar das gefühl, dass vor den krupps schon einige nach hause gegangen waren, weiß es aber nicht genau. Jedenfalls war auch das eventwerk nur ca. halbvoll. Andererseits ist es natürlich schon cool, für den preis drei bands sehen zu können, wenn auch unbekannte darunter sind.

Nach einer kleinen ewigkeit kamen dann die krupps. Es wurden hauptsächlich die neuen lieder (von der „the machinists of joy“) gespielt. War bisschen blöd, weil ich noch garnicht alle vorher kannte. Und ich hab etwas die textlich „tiefergehenden“ lieder von der „odyssey of the mind“ und der „paradise now“ vermisst. Aber was solls, kenn von den krupps kaum lieder, die ich nicht gut finde. 🙂

Irgendwie ist der bassist nicht mehr dabei, wurde ersatzlos gestrichen. Müsst ich mal nachgugeln, was da passiert ist. Hatte auch bisschen das gefühl, dass dadurch der sound nicht mehr so metal-mäßig war. Zudem hörte man oft die gitarre garnicht (was auch schon bei vigilante so war), das war bisschen blöd.

Jedenfalls freute sich frontmann jürgen engler sichtlich, wieder auf der bühne zu stehen, lächelte immer wieder die ersten reihen an und sowas. Deshalb drängte ich dann auch immer mehr nach vorne, ich wollte auch mal von ihm angelächelt werden. 😉 bin dann aber doch so in der mitte geblieben, weil vorne zeitweise schon bisschen heftiger getanzt wurde.

Ja, die technik klappte nicht so. gitarrensound war mal da, mal nicht, ein verstärker war wohl ganz aus (?), jedenfalls hat jürgen da immer wieder mit dem fuß drauf gedeutet. Die mikros fielen auch immer mal wieder aus, bis er dann eins einfach hinter sich geworfen hat. 😉 Der techniker hat ihm dann schnell ein neues gebracht. Der gesang war auch oft zu leise. Ich hab glaub ich noch nie ein konzert mit sovielen pannen erlebt. ;) aber jürgen hatts sehr professionell und mit humor überspielt. Man hat einfach gemerkt, wieviel spaß ihm das macht, und dass er sich von solchen sachen nicht bremsen lässt.

Die band hatte spaß und wirklich lust. Das tanzen machte auch immer mehr spaß, und die stundenlange öde warterei war schnell vergessen.

Ganz cool war auch die lichtshow, der nebel und der geruch (?). also kann ja einbildung gewesen sein, aber irgendwie hatte ich bei jedem lied nen anderen geruch in der nase. Also falls es einbildung war, wär das jedenfalls mal ne schöne idee. „aromatisierte musik“ oder so. 😉

und immer, wenn ein lied zuende war, und die lichter gedimmt wurden, hatte ich so ein ganz seltsames, „mystisches“ gefühl, das ich garnicht richtig beschreiben kann. Das hab ich auch immer, wenn ich im sommer aus dem grellhellen plötzlich ins dunkle trete. Kennt das wer? Man ist in dem moment kurz in ner ganz anderen welt, sozusagen. Na jedenfalls bin ich dadurch noch mehr so in diese „musikwelten“ eingetaucht. Genau aus solchen gründen geh ich auf konzerte und ertrag den ganzen streß vorher und nachher.

Wenn jürgen „im schweiße seines angesichts“ heftig das „stahl-o-phon“ (oder wie’s heißt) bearbeitet hat, was immer ein highlight ist, hat dieses jetzt auch immer aufgeleuchtet, also genauer, das neue die krupps-symbol. Ziemlich schön anzusehn.

Ich finde, eig. könnten die krupps bisschen mehr show machen, also würde zur musik passen. z.b. fehlte bei „der amboss“ der weibliche (sprech)gesang, und da kam mir die idee, dass 1-2 schöne frauen doch auch mal interessant wären. So in uniform oder so. naja, nur ne idee. 😉 auf jeden fall wär ne video-leinwand wie bei vigilante sehr passend gewesen, z.b. bei „nazis auf speed“. Oder bisschen pyro-effekte, aber ok, dafür war wahrsch. die location zu klein.

Bei den texten hatte ich teilweise ein bisschen ein mulmiges gefühl, auch wegen den nazi-aufmärschen und gegen-demos in den tagen vor dem konzert in dresden. Meine faust wollte da bei textzeilen wie „rammt sie!“ (bei „nazis auf speed“) irgendwie nicht so richtig in die höhe. 😉 Die band hätte aber auch ruhig nochmal eine klare ansprache gegen nazis machen können, hätt ich gut gefunden.

Das publikum war zum glück cool, praktisch keine bekloppten betrunkenen (was man ja sonst eig. immer hat). Werd auch nie die leute verstehn, die 30 € bezahlen, nur, um dann rumzustehn, bier zu trinken und sich mit ihren freunden zu unterhalten. 😉 also auch solche leute hat man ja immer auf konzerten.

Altersdurchschnitt höher als sonst für dresden üblich. Nüchterne leute, die einfach nur lust auf die krupps hatten, cool. 🙂 Ok, viell. etwas sehr gemächlich und ruhig (besonders natürlich bei den bedauernswerten vorbands). Bei den krupps gings, obwohl auch da viele nur irgendwo rumstanden.

Ja, so um 1 wars dann vorbei. Das ganze ging also ca. 4-5 stunden. War danach ganz schön fertig und bisschen heiser. 😉 übrigens hab ich in der ganzen zeit nix getrunken, weil ich keine lust auf die blöde anstellerei hatte. hardcore..
die krupps selbst haben glaub ich um die 2 stunden gespielt, aber wie gesagt, zeitgefühl hab ich gegen ende komplett verloren. Hat sich deutlich kürzer angefühlt. Gab aber noch ne kurze zugabe von 2 liedern.

Joa, das sind so meine ganz subjektiven, persönlichen eindrücke. Hoffe, kein fan oder publikumsmensch fühlt sich mißverstanden oder so. „just remind yourself: its just a show, i should really just relax“ -zitat mst3k. 😉

und natürlich danke an die krupps für die vielen jahre spannender musikwelten, texte und die immer wieder tollen konzerte. 🙂

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