Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for März 2014

ich bin ja jetzt seit einiger zeit bei facebook in vegan straight edge gruppen. Auch ganz interessant. Also straight edge (einfach bei wikipedia nachlesen, was genau das ist) fand ich immer schon spannend, weil ich ja auch so den hang zu askese, selbstdisziplin, clean-sein und so hab.

Bin dann aber natürlich auch mit denen sofort aneinander geraten. 😉 also ich hab laut darüber philosophiert, dass man doch auch polyamorie mit straight edge verbinden könnte, weil ja polyamorie dafür steht, bewusst mit liebe und sex umzugehn.
Aber weil natürlich viele straight edger meinen, dass man monogam leben muss, gab’s da erstmal einen aufschrei. Und mir wurde u.a. (neben vielen blumigen beleidigungen, wie immer..) gesagt, dass ich ja eh zu alt für straight edge wäre, weil das ja eine jugendbewegung sei. Was dann wohl im klartext heißt: wenn man über 30 ist, muss man aufhören, straight edge zu sein. Soviel zu „straight edge for life“. äh. Ich muss es nicht verstehn, oder? 😉 aber es ist scheinbar wirklich so, also in den gruppen sind auch fast nur kiddies um die 18, die sich krampfhaft versuchen, gegenseitig an coolness und sinnentleerter, überspannter dogmatik zu überbieten.

„lustig“ gings auch zu, als ich drüber geschrieben hab, dass ich seltsamerweise sogar auf alkoholfreies bier schon reagiere, und ein paar guarana krümel bei mir für tagelanges herzklopfen sorgen. Wurde mir nicht geglaubt, dumme witze gemacht, usw.

ja, und dann bin ich auch noch auf das thema pornos gekommen. Also, dass die abhängig machen und schaden können. gibt’s ein paar interessante untersuchungen und youtube-videos zu. Ja aber holla, da war dann was los. :p den kleinen pubertierenden jungs ihre wix-vorlagen wegnehmen?! Niemals! 😉 dass man sich auch mit sex und pornos wie mit drogen zudröhnen kann, wurde nicht verstanden. Dafür hieß es „ey alta, du bist voll uncool und nervst uns voll!“, worauf dann reihenweise aus der gruppe ausgetreten wurde. *lol*

Also zusammenfassend: paar krümel guarana= böse, nicht „edge“. jeden tag pornos, bis man nicht mehr weiß, wie man heißt= hey, voll ok.
Naja, kann auch einfach sein, dass man in diesem alter halt entweder einen lachanfall bekommt, oder böse wird, wenn jemand mit einem offen über sex reden will. Die pubertieren halt, was soll ich da machen.

Schon lustig, was man so für erfahrungen mit diesen ganzen kleinen subkulturen machen kann.

Jedenfalls finde ich, dass alles „straight edge“ ist, solang es nicht zudröhnt, süchtig macht, und einen eher klarer statt unklarer macht. Insofern hab ich auch nix gegen coffein, guarana und bewusstseinserweiternde drogen (holla, jetzt exkommunizieren sie mich endgültig! Oh nein, wär ja schrecklich! 😉 ).
ich versteh straight edge einfach ganzheitlicher und weniger dogmatisch. Und flexibel. Man sollte sich einfach bei jeder sache selbst ehrlich fragen, ob einem das schaden kann, oder nicht. Und da würd ich eben eher die finger vom fernseher lassen, als vom tee oder kaffee, oder bewussten liebesbeziehungen zu mehreren menschen. Seh da kein problem.

Auf meine art bin ich jedenfalls „straight edge“, ob das den ubercoolen kiddies passt, oder nicht. 😉

Read Full Post »

Bald kommt schon wieder dominan, also schreib ich mal schnell.

Mir kam neulich die idee, dass es sein kann, dass bei mir deshalb nix vorwärts geht, weil ich ja die ganze zeit zurück in die vergangenheit gucke. Also ich denke schon sehr oft daran, an a., an t., dass ich nicht nach dresden hätte ziehen sollen, usw. Und da gibts ja diesen spruch, dass die energie der aufmerksamkeit folgt. Wenn das wirklich so ist, ergibt das alles sinn.

Also insbesondere auch beim thema neue freundin. Da kam mir die idee, dass es sein kann, dass man erst dann einen passenden neuen partner findet, wenn man nicht mehr am vorherigen „festhängt“.
Und bei mir war das tatsächlich meistens so. also ich hab eig. immer sofort wieder nach was neuem gesucht, aber mehr so verzweifelt, und viell. mehr, um mich zu trösten. Und da klappte meistens überhaupt nichts. Erst so nach ca. 2-3 jahren (wohl so meine „trauerzeit“), kam dann auf einmal genau die passende, ohne, dass ich viel suchen musste. Mal so ganz grob.
Ja, und auch erst dann war ich ja wirklich bereit für was neues, und die energie sozusagen nicht mehr so sehr bei der ex. Erst dann wars keine verzweifelte suche mehr, sondern wirklich freude, wen neues kennen zu lernen.

Insofern ist es glaub ich sehr erstrebenswert, sich möglichst von der vergangenheit frei zu machen, um der zukunft platz zu geben. Wenn man immer nur in den rückspiegel guckt, kommt man eben nicht vorwärts, bzw. bleibt ganz stehen und blockiert sich selbst.
Viell. ist das bei mir mit dem wohnort usw. auch ähnlich.
Also hin und wieder mal alles rauswerfen, neu machen und nach vorne gucken und sich auf neues freuen. 🙂 irgendwie so.

Noch ein gedanke: man sollte möglichst viel (neues) ausprobieren. Also ich kauf mir z.b. gern viele räucherstäbchen, oder sowas wie tee oder shampoo, weil, kostet ja kaum was, und ich freu mich immer, wenn ich da was neues finde und austesten kann. Aber bei „großen“ entscheidungen bin ich richtig „gelähmt“, also z.b. eine neue jacke oder jeans kaufen. Was dann oft dazu führt, dass ich garnichts neues an kleidung kaufe, höchstens mal ein shirt oder so.
aber ich glaube, dass dieses ausprobieren, diese „testreihe“ ganz wichtig ist, damit man was neues tolles finden kann, also praktisch für den fortschritt. Und bei sowas wie wohnungssuche z.b. ist es dann eben doch sicherer, einfach da sitzen zu bleiben, wo man ist, statt ein risiko mit einer neuen stadt einzugehn. Was dann eben zum stillstand, und sozusagen zum „tod“ führt.
„mißerfolge“ sind auch wichtig, damit man sich weiter entwickeln kann. ohne diese mißglückten experimente gibt es keinen fortschritt. Und das sind ja auch gar keine „niederlagen“, oder fehler oder so. im gegenteil, ohne diese erfahrungen kann man auch keinen „erfolg“ haben, oder das entdecken, was einem wirklich gefällt und zu einem passt.
Einfach mehr gucken, probieren, kaufen, ansprechen… und damit die chance erhöhen, dass man mal was (oder wen) wirklich cooles findet. 😉 und im nachhinein sind die „mißerfolge“ meistens auch irgendwie lustig und vor allem lehrreich, oft lehrreicher als die „erfolge“.
Also, wenn man das z.b. mit der entwicklung von panzern und flugzeugen in den weltkriegen vergleicht, da gibt’s wirklich lustige fehlkonstruktionen, die aber eben auch irgendwie faszinierend und putzig-sympathisch sind, und ohne diese wären die fahrzeuge heute eben nicht so gut, wie sie sind. 🙂

also: frühling, gute zeit, um alles neu zu machen. 🙂

Read Full Post »

Test, test, is this on? Ok, ich bin zu lesen.

Hab bisschen über ex-freundinnen nachgedacht. Also gibt/ gab da wohl bei mir oft ein ähnliches muster: meine verliebtheit ist plötzlich weg, dann stoß ich die frauen zurück/ mache schluß. Kurz danach will ich sie wieder zurück, das klappt dann auch. Dann machen die frauen schluß, und ich weine ihnen jahrelang nach. Wobei die ex-freundinnen dann oft den kontakt ganz und total abbrechen, praktisch für immer.

Also naja, glaub dieses muster war bei mir früher stärker, und manchmal ists auch ganz anders. Aber war eben schon oft so.

jedenfalls versuch ich immer, wenigstens noch ne freundschaft aufrecht zu erhalten (auch weil ich sie ja oft immernoch liebe). Aber meistens klappte das nicht. Und ich hab eben überlegt, ob das an der monoamoren gesellschaft liegen könnte.

In der monoamoren gesellschaft ist der neue freund immer der held, der alles kann, alles richtig macht, und das natürlich auch in alle ewigkeit. So eine art übermensch.

und der ex ist der böse böse böööööse. Und natürlich muss man als mann irgendwas ganz schlimmes gemacht haben. Weil, die frau ist ja immer die gute, höchstens das arme opfer.

Durft ich mir auch neulich bei nem gespräch über meine ex anhören (natürlich von einer frau): „ja, sie ist bestimmt noch verletzt oder so“. Äh, aber sie hat schluß gemacht, und sich direkt nen neuen gesucht. Ja, aber irgendwas muss ich ja gemacht haben, is klar. 😉 schließlich hab ich ja keine brüste.

Ich denk mal, sowas wird den frauen auch durch fernsehn, soaps usw. immer wieder einprogrammiert. Es gibt eben keinen schlimmeren menschen auf der erde, als „den ex“ *dramatische musik*. Der eklige, böse, doofe doofmann. Der wird halt abgelegt, bzw. weggeworfen und ganz schnell vergessen. Bzw. wandert von der schublade „ich liebe dich über alles, für alle ewigkeit, du bist der allertollste“, direkt in den müll, zu den anderen losern, die sie halt eh nie befriedigen konnten. Weil… äh, alle männer halt schlecht sind.

Wobei ich meine freundinnen nie verprügelt hab, mich nicht betrinke, usw. Ich bin eig. ziemlich cool, würd ich sagen. Aber sobald die beziehung vorbei ist, verhalten die sich oft, als hätt ich eben das getan, bzw. ständig ihr haus, oder das haus ihrer eltern angezündet. Bzw. so, als hätten sie mich nie gekannt.

Und ich frag mich eben, was das immer soll, bzw., wo dieses verhalten herkommt. Um nachträglich ihre jungfräulichkeit wieder herstellen zu können? Weil sonst ist man ja eine „schlampe“? hm.

Ich kann mir einfach gut vorstellen, dass das in einer polyamoren gesellschaft harmonischer laufen würde. Eben nicht so „alles oder garnichts“. Dass man sich da weiter kennen und mögen könnte. Ohne, dass die freundinnen/ das fernsehn/ die eltern (?) einem sagen, „aber das ist doch dein doofer ex, wieso redest du denn noch mit dem?“.

Ja, das wollt ich mal kurz aufschreiben.

Read Full Post »