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Archive for the ‘Spiritualität/ Religion’ Category

Ist es nicht eig. so, dass gefühle einem auch sagen, wie grad der zustand ist, in dem man sich befindet? Also wie ein statusbericht. Wenn ich mit der hand gegen die wand schlage, und es tut weh, was sollte ich dann tun? „den schmerz fühlen“? Und dann nochmal zuschlagen, wieder „fühlen“, solange, bis ich mich mit dem schmerz angefreundet habe, denn schließlich ist es ja mein gefühl?

Oder wenn ich mit dem fahrrad einen unfall habe. Bleib ich dann erstmal liegen, und fühle solange den schmerz, bis er mir vertraut ist und nicht mehr weh tut?

Und wenn mich jemand verfolgt, was mach ich dann? Dem alarmsignal angst folgen und schneller laufen, oder doch lieber erstmal in ruhe diese angst „fühlen“?

Das sind akute beispiele, im hier und jetzt, wenn es gerade passiert. Aber passiert nicht alles andere auch im hier und jetzt und ist genauso akut? Wenn ich also im alltag auch bestimmte gefühle habe, die unangenehm sind, z.b. wenn ich weiß, dass ich was machen müsste, es aber nicht tue. Oder eben was mache, was mir selbst körperlich oder seelisch weh tut. Soll ich dann erstmal die nächsten paar jahre diese „gefühle fühlen“, also praktisch die alarmsignale und roten leuchten blöd anglotzen, nix dagegen tun, dass sie munter blinken, und hoffen, dass, wenn ich doch nur all die schmerzen mal gründlich „durchgefühlt“ habe, dass sich dann auch die ursachen dessen in luft auflösen? Und in der zwischenzeit? Wer macht den abwasch? 😉

Ich fürchte, man kann samarpans lehre an vielen stellen wunderbar falsch verstehn und auslegen, und ich hab auch desweiteren den eindruck, dass das sehr viele samarpan-anhänger gern tun. Man kann hübsch passiv da liegen, rumheulen, am besten noch in der gruppe. Und sich über die pöhse welt ärgern. Ach nein, die nimmt man ja mit verklärtem lächeln voll und ganz an, so wie sie nunmal ist. Ändern kann man ja nix. Schade, aber was soll man schon machen? …

Wirklich seltsam und auch nicht ungefährlich wird’s dann auch beim thema krankheit. Ich hatte ja z.b. eine zeitlang ganz schlimm neurodermitis. Samarpans typische antwort darauf wäre vermutlich gewesen „fühl das jucken, freunde dich mit dem gefühl an, ohne darüber nach zu denken“. Also: bleib einfach in deinem elend hocken und warte, bis alles von selbst besser wird, bzw.: gewöhn dich halt dran. Die existenz kümmert sich schon.

Naja, ich hab dann einfach angefangen, (viel) mehr wasser zu trinken usw., also mir selbst geholfen. Jetzt ist da gar kein juckreiz mehr, den ich lieben, annehmen und fühlen muss.

Und wozu denn bitte auch? 😉 das war ein alarmsignal meines körpers, schmerz, der abgeschaltet werden musste, um wieder gesund leben zu können.

Inzw. macht mich dieses eso-geschwurbel tatsächlich wütend. Und nein, ich werde jetzt nicht meine wut fühlen, sondern sie eher als motivation zum schreiben nehmen. 😉 bis sie sich wieder gelegt hat.

Ergo: wenns weh tut, ist man viell. einfach nur auf dem falschen weg. Und unangenehme, „negative“ gefühle einfach ein navigationssystem, das einem sagt, dass man dringend, akut etwas ändern muss. Liegen bleiben, rumheulen und „fühlen“ wird einen jedenfalls nicht wieder vom boden aufstehn lassen.

Vermutlich sind auch leute für die „fühl-lehre“ besonders zu haben, die gewisse masochistische charakterzüge haben. Veranlagung zu passivität, wunderglauben, opferhaltung und wenig willenskraft eignen sich auch sehr gut dafür. „der guru und die existenz hauen mich schon raus. Und wenn nicht, wollte das die existenz von anfang an so, das hätt ich eh nicht ändern können.“

klingt gruslig und erinnert bisschen an die zustände im karma-gläubigen indien? Allerdings, ja. Defätismus in reinform. o_O

Na jedenfalls war ich viell. selbst lang genug anhänger dieser irrlehre und ich hab da keine lust mehr drauf. 😉

samarpan ist eben einfach kein osho. Und tw. find ichs verantwortungslos, was er den leuten so für flausen in den kopf setzt.

Bzw., eig. müsste er ja sehen, was die leute aus seiner viell. ursprünglich guten oder gut gemeinten lehre machen, und wohin sie das bringt. Er müsste sehen können, dass viele jahrelang auf der stelle treten. Er greift aber nie ein und lässt das elend immer weiter laufen. Das ist für mich persönlich kein zeichen eines guten lehrers.

Insofern: get active, people. 😉 steht auf und lebt, von mir aus bewusst und wach, aber lebt, goddammit. 😉 und wenn sich was schlecht anfühlt: nicht jammern, sondern ändern.

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Ja, was wollt ich sagen. Mit menschen ist irgendwie alles sehr schwierig und kompliziert. Durch den mind und die vielen worte ist da immer diese glaswand. Man begegnet sich fast nie wirklich. Ich komme mit tieren viel besser zurecht. Die verstellen sich auch nie. Ich mein, bei menschen kann man es ja meistens relativ leicht durchschauen. Aber tiere sind einfach authentisch. Wenn sie keine lust haben, gehen sie einfach weg, fauchen, knurren. Wenn sie einen mögen, schnurren sie, knuddeln einen, wedeln mit dem schwanz. Und sofort ist man befreundet. Ohne worte und große vorstellung, höflichkeitsfloskeln und viel hin und her.

Was ist eig. passiert, dass sich menschen heutzutage eig. kaum noch verstehen. Und nichtmal gegenseitig wirklich vertrauen können.

Was ich in letzter zeit mache, ist, zu versuchen, menschen wie tiere (ich stell mir da immer katzen oder hunde vor), zu behandeln. Also, wenn eine katze z.b. ausversehn was dummes machen würde, könnt ich wohl nie wirklich sauer sein. Also, menschen hab ich bestimmt schon viele angeschrien, aber tiere noch nie.

Und die menschen scheinen den unterschied auch zu bemerken und reagieren seitdem ganz anders auf mich. Also, spüren wohl, dass ich ihnen nix böses will. Und ich hab ihnen gegenüber auf einmal praktisch unendliche geduld.

z.b. hab ich neulich eine packung kekse in einem koreanischen laden umgetauscht. Also, waren unvegan, waren falsch deklariert. Und ich hatte nur noch 10 min., um ins kino zu kommen. Die frau sprach aber nur koreanisch, nichtmal englisch, und verstand einfach nicht, was ich will. Sie hat dann in unglaublicher langsamkeit nacheinander sohn, tochter und mann dazu gerufen. Nur tochter und mann konnten halbwegs deutsch. Ja, hab sie mir dann alle wieder als katzen oder so vorgestellt, und konnte einfach nicht sauer sein. Nur verzweifelt. Hat sich dann doch geklärt und mit bisschen joggen hab ichs noch pünktlich ins kino geschafft. Da war ich wirklich sehr stolz auf mich. Eig. hätte ich schon irgendwie laut werden können oder sowas.

Und noch was (dieser text hier ist eig. 3 ideen auf einmal): In dem neuen humaniversity (herrje, ich war da immernoch nicht) programm hab ich gelesen: „Learning the art of love is a lifelong affair […]. Unconditional love is not love because you need to be loved – it is love because you need to love. […]“

ja, das ändert alles. Man wird vom bettler zum könig, der etwas verschenken will. Wenn das geschenk nicht angenommen wird, ist das auch egal. Nur muss man sich immer selbst beobachten, ob man nicht wieder als bettler da steht, oder sogar aufdringlich wird.

Nicht nur frauen „lieben“, sondern alle wesen. Erst das ist echte liebe.

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18.1. 2016

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ja, freunde der sonne. Immernoch kein internet. Also hab ich viel zeit für texte. Weiß auch garnicht, ob das jetzt so besonders wichtig ist, aber ich schreibs mal auf.

Also, im sommer 2015 kam ich zurück aus bei ulm, von einem vergeigten date oder sowas ähnlichem. Im zug hat mich dann eine katholische nonne angesprochen, sie wollte, dass ich ihr beim aussteigen mit ihren sachen helfe. Ich merk grad, ist schon bisschen zu lang her, hab schon viel vergessen. 😉 jedenfalls war’s eine inderin und wir haben dann kurz über mutter teresa und osho geredet. Ich hab sie gefragt, ob sie fan von mutter teresa ist, so wie ich von osho. Weil sie kam irgendwie aus der gegend wie auch mutter teresa oder so. jedenfalls hat sie auf osho nicht grad positiv reagiert. Also, es kam immer, wenn ich sie angesprochen habe, sofort wie auf knopfdruck so ein übertriebenes lächeln, zusammen mit kopfwackeln. Aber an den augen konnte man sehen, dass es nicht echt war. Und ich hab natürlich sichtbar die osho-mala getragen.

Es kann aber natürlich auch einfach daran gelegen haben, dass sie müde von der reise war (sie war in italien losgefahren). Aber ein bisschen war’s schon so ein aufeinander treffen von spirituellen gegnern, sozusagen. 😉 sie mit ihrem tollen gewand und dem teuer aussehenden kreuz, ich mit shirt, shorts und mala. Und ihr künstliches lächeln. Hm, wir hätten ja (spirituelles) armdrücken machen können. 😉

war auch lustig, natürlich stand sie viel zu früh auf, ich musste mit. Und dann standen wir zusammen ca. 15 min. im gang.

Gut, das war eine kleine erinnerung.

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18.1. 2016

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Passender titel, näch? :3

ja, die olle kirche. Was soll das denn alles eigentlich. In letzter zeit les ich ja wieder viel in der „rajneesh bible“, und osho hat so recht. Und eig. hat er ja so ziemlich alles zum thema gesagt, aber mir fiel auch noch bisschen was ein.

Konfirmation. Ja, ich „wurde“ nämlich „konfirmiert“. Eig. heißt „konfirmation“ ja einfach nur „bestätigung“, also, dass man bestätigt, zur kirche gehören zu wollen. Lustigerweise heißt es dann aber, man wird konfirmiert. Was ja schon viel aussagt. Und vorher kommt natürlich noch die (kinds)taufe. Da ist man so unverschämt jung, dass man wirklich noch nichtmal die wahl hat. Man kann schreien, aber das finden in dem alter ja alle nur niedlich.

Spirituell grenzt das ganze an ein verbrechen. Die kindstaufe gehört schlicht verboten. Aber auch die konfirmation ist ein witz, da auch sie immernoch viel zu früh stattfindet. Ich wusste jedenfalls mit 14 praktisch nichts über andere religionen, und auch von der christlichen noch nicht viel. Das ist so, als würde man das erste mal wählen dürfen, nein, müssen, und würde vorher aber nur gesagt bekommen, dass es die cdu und die spd gibt. Protestantisch oder katholisch. Und auch da wählt man natürlich, was die familie gewählt hat. Spontan katholisch werden, das wär doch bisschen sehr verrückt für mich gewesen. 😉

was soll das ganze? Naja, vor einigen jahren war ich mal wieder umgezogen. Und bekam ein schreiben von der ansässigen kirchgemeinde. Wenn ich mich richtig erinnere, wollten sie geld, irgendein mitgliedsbeitrag. Und natürlich sollte ich auch mal zu ihren unspannenden festen kommen. Aber ich glaube, in erster linie gings wirklich um das geld. Woraufhin ich mich zum amt aufmachte, und direkt aus der kirche ausgetreten bin. 😉

ergo: die kirche steckt einen einfach so früh wie möglich in ihre „gemeinde“, hofft, dass die eltern einfach der „tradition“ folgen. Später vergisst man das ganze natürlich. Bis es dann heißt: sie sind in unserm verein eingetragen, jetzt zahlen sie mal schön kirchensteuern. Bzw., darüber wird man ja nichtmal groß informiert. Alles schön heimlich still und leise. Und vermutlich kann sich dann nicht jeder dazu aufraffen, extra auszutreten. Also: leere kirchen, aber immerhin stimmt am ende die kirchenkasse.

Konfirmationsunterricht war so ziemlich das grauen. Ich glaube, ein halbes jahr oder so ging das. Vielleicht sogar ein ganzes, weiß nicht mehr. Am anfang jede woche ein paar stunden, danach hatte der pfarrer nicht mehr soviel zeit, oder war nicht mehr ganz gesund oder so (das gerücht war, dass er alkoholiker war), und deshalb wurde der ganze unterricht des monats dann auf einen tag gelegt, das waren dann so 6 stunden ca. Ich war ja damals schon auf der igs in göttingen-geismar und sah dann beim konfirmationsunterricht einige der kinder aus der grundschule wieder. Die aber sehr schnöselig geworden waren, weil sie ja alle auf saubere streber-gymnasien gingen. Die igs war da so der langhaarige linke außenseiter. 😉

noch was: ich hatte eine schöne alte bibel dabei, ich glaub, die von meinem bruder, in schwarzem einband. Die anderen jugendlichen hatten aber bei der sammelbestellung mitgemacht und hatten alle eine neue version in grünem einband. Da erinner ich mich noch, wie ich gleich am ersten konfirmationsabend u.a. ausgerechnet von dem mädchen, in das ich schon in der grundschule (heftig) verliebt war, blöd angemacht wurde, was das denn für eine komische bibel sei. Ja, im nachhinein, wohl ganz gut, dass es mit dem mädchen nicht geklappt hat. 😉

im ganzen weiteren konfirmationsunterricht hab ich dann natürlich auch immer beim bibellesen an „unpassenden“ stellen umgeblättert, weil ich ja eben eine andere bibel-version hatte. Hat alle am anfang reichlich irritiert und in der stille der großen runde ist es natürlich auch immer sofort aufgefallen. Ich kann mich noch dran erinnern, wie ich da nur so saß, vor mich hinstarrte und die hände doll geschwitzt haben. Aber hin und wieder war’s auch lustig. 😉 also das unpassende umblättern.

jedenfalls kann ich mich immernoch an den intensiven terror erinnern, den ich einmal im monat fühlen musste, wenn ich nachmittags vom gemütlichen fernseher hoch zur kirche gehen musste.

Es gab auch kein entkommen. Weil wenn man mal gefehlt hatte, musste man zum pfarrer nach hause und den stoff mit ihm zusammen nachholen. o_O diese vorstellung war natürlich noch um einiges schlimmer. Einmal war ich wohl tatsächlich mal zu krank, um zu kommen (denke ich mal, weil es muss einen echten grund gegeben haben). Aber gott sei dank hatte er dann irgendwie keine zeit für den privaten termin. Wie gesagt, es ging ihm da wohl schon nicht mehr so gut. (Kann mir auch gut vorstellen, dass der mann auch bereits seinen körper verlassen hat.) Da hatte ich einfach unglaubliches glück. Bzw., Gott hat geholfen. 😉

Der pfarrer war auch nicht wirklich fies oder besonders streng. Aber er war einfach kühl und völlig humorlos. Das hat einem schon genug angst gemacht, so dass die jugendlichen eig. nie wirklich laut waren, wenn er in der nähe war. „Still und bedrohlich“ passt vielleicht. Einfach unangenehm. Und wieso ausgerechnet dieser mann nun mit kindern arbeiten musste, keine ahnung. Jedenfalls konnte er offenbar nichts mit ihnen anfangen.

Ich hab mich auch nur einmal bisschen mit ihm unterhalten, als wir zu ostern irgendwas gebastelt haben. Da habe ich dann kurz tatsächlich begeisterung für den christl. glauben gefunden. Und dass ich so eifrig bei der sache war, gefiel ihm scheinbar. Bzw., ich glaub, er war sogar überrascht, weil wirklich interessiert und bei der sache war praktisch niemand der jugendlichen. Ich glaub auch, dass viele wirklich nur wegen den geschenken da waren.

Eig. wars auch garnicht soo schlimm. Also, nach so ca. 30 min. hatte man sich immer an die anderen kinder usw. halbwegs gewöhnt. Aber wirklich warm geworden bin ich mit kaum jemandem. Auch die „konfirmations-freizeit“ konnte ich zum glück schwänzen. War ja nicht die schule, fanden meine eltern nicht so wichtig, und ich hab vermutlich sehr vehement dafür eingestanden, da um gottes willen nicht mitfahren zu müssen. 😉 hab dann auch gehört, dass es wohl nicht so toll war, und einige waren sauer auf mich, dass ich mich gedrückt hab.

Beim weiteren grübeln kam ich dann sogar darauf, dass damals viell. der grund dafür gelegt wurde, wieso ich dann später und heute natürlich auch, so eine panik vor partys, events, gruppen usw. habe. Ist natürlich nur eine theorie, und viell. kann man auch einfach introvertiert geboren werden. Aber viell., wenn man mich in ruhe gelassen hätte, bis ich älter gewesen wäre, viell. hätte ich dann irgendwann von selbst lust bekommen, mich irgendwelchen kirchen-, theater-, sonstwas-gruppen anzuschließen und zeit mit gleichaltrigen zu verbringen. Naja, ok, unwahrscheinlich. 😉 jedenfalls warens wirklich intensive ängste. Und ich bin jetzt, wo ich das schreibe, all die jahre später, immernoch heilfroh, dass ich da nie wieder hin muss.

Was natürlich auch perfide ist, ist, dass man die jugendlichen mit den (geld-)geschenken der verwandten lockt. Dazu kommt aber natürlich auch noch der soziale druck: die kirche, praktisch die gesamte verwandtschaft, die sich auf ein tolles fest freut, und die gleichaltrigen. Ich frag mich, welcher 14 jährige diesem druck so einfach widerstehen kann? Es ist schlicht nicht fair. Und wie gesagt, über religionen wie buddhismus usw. habe ich erst so richtig mit ca. 23 erfahren. Deshalb wenn, dann: erwachsenentaufe und konfirmation mit 21. alles andere ist schlicht zu früh. Aber.. das weiß die christliche kirche vermutlich auch, ganz doof sind die ja nicht, und man hat ja erfahrungen aus vielen jahrhunderten. Wer würde sich denn mit 21 taufen lassen? Oder konfirmieren? Wozu?

Irgendwie fand ich auch immer schon die idee des „sich konfirmieren lassens“ gruselig. Mich hat das damals an die serie „die dreibeinigen herrscher“ erinnert. Da wurden die jugendlichen auch in einem bestimmten alter in das fahrzeug der außerirdischen gerufen. Dann bekamen sie eine goldene metallplatte in den kopf gestanzt und waren danach nicht mehr fähig, eigene, freie, kreative gedanken zu haben.

Kurz vor der konfirmation war ich deshalb ziemlich aufgelöst und hab überlegt, das ganze abzublasen. Meine mutter hat mir dann erklärt, dass das alles nicht so schlimm und nicht so wichtig ist, oder so in der art. jedenfalls war ich danach beruhigt. Und wie gesagt, die ganze verwandtschaft wollte ja kommen und so.

und ich hab dann aber ein paar freiheitszeichen gesendet. 😉 ich hatte als einziger keine blöden lederschuhe, sondern strahlend weiße, neue turnschuhe an. Ein verwandter hat gesagt, es hätte ausgesehn, als wenn ich schweben würde. 😉 meine tante musste aber die ganze zeit die lederschuhe in einer tüte mittragen, falls der pfarrer doch was gesagt hätte. 😉

und man konnte sich einen bibelspruch aussuchen. Meiner war dann so in etwa „denn da wo Gott ist, da ist freiheit“. Ja, so gabs dann doch noch ein happy end für mich.

Eig. konnte einem dieser pfarrer aber auch leid tun. vermutlich war es ein ziemlich unglücklicher, viell. auch einsamer mann. Jedenfalls sehr gut dafür geeignet, sämtliche anwesenden jugendlichen davon zu überzeugen, dass es einen nicht grad glücklich macht, sein leben der christl. kirche zu widmen.

Alles war hohl. Keiner wollte da sein, alle haben mitgemacht, weil mans eben macht, weils eben tradition ist, und die verwandten, die kirche, der staat, wer auch immer, es erwartet. Einfach nur furchtbar.

Und das traurige, das wirklich sehr traurige ist, dass viele genauso für den rest ihres lebens von religiösität abgehalten werden. Man sagt „religion“, und sie denken sofort an religionsunterricht in der schule, an langweilige sonntagsgottesdienste, an depressive pfarrer, an zwang und unfreiheit… also meiden sie sie, verständlicherweise. Und verpassen dadurch soviel.

Dass, was da mit den jungen leuten gemacht wird, hat auch nicht viel mit religion zu tun, sondern nur mit tradition. Man machts halt mit, ohne groß zu denken. Völlig sinnentleert. Genauso wie der grauslige gottesdienst abläuft: aufstehn, singen, setzen, aufstehn, nochmal singen, setzen.

All das gehört schlicht abgeschafft oder wenigstens verändert. Aber vermutlich mögen es staat und kirche, roboter zu programmieren. Stumpfe wiederholung statt lebendigkeit, kreativität. Alles schön berechenbar, berechenbare menschen, die kommandos befolgen.

Tja, viell. lag ich mit meiner „die dreibeinigen herrscher“ vermutung damals tatsächlich nicht so ganz falsch. Aber zum glück haben sie vergessen, mir die goldene metallplatte einzusetzen. 😉
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17.1. 2016

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Vor einer weile war osho’s zahnarzt im new dawn (osho-zentrum) in dresden. Hat da sein neues buch „osho- the first buddha in the dental chair“ vorgestellt. Musst ich natürlich hin. Waren nur so ca. 10-15 leute da; irgendwie sterben die neo-sannyasins in deutschland halt aus, bzw., viell. hats auch einfach kaum wer mitbekommen (?).

ja, war nett. Und am ende hab ich mir sogar spontan ein buch gekauft, hatte ich eig. garnicht vor. Also, ich kauf mir sowas lieber, wenn, dann hinterher über amazon. War aber in dem fall ne sehr gute entscheidung, weil im moment kann man das scheinbar garnicht irgendwo kaufen.
Und schon wieder diese komischen „zufälle“, weil ich war lang nicht mehr beim zahnarzt, aber grad, als devageet kam, hatte ich viele termine bei meiner zahnärztin. Und dann hab ich ihr einfach spontan auch noch eins gekauft, und für sie signieren lassen. 😉 das war ein sehr lustiger, spontaner sannyas-moment. Die widmung werd ich gleich noch unten einfügen. Haben wir jedenfalls beide sehr gelacht. 🙂

Ja, und er hat gesagt, ich hätte besonders intensive augen, „you have great eyes. They are penetrating“. 🙂 *das* von osho’s dentist! Freu ich mich immernoch drüber.

Ja, hab dann noch überlegt, ob ich auch noch zu seinem seminar gehe, aber das wär sehr spontan gewesen (schon am nä. tag), ziemlich teuer, und ich hätte sonstwo in der ostd. prärie übernachten müssen. Und gleichzeitig war ja auch samarpan hier.

Das buch hab ich auch schon durch. Zieht sich tw. ziemlich, weils eben wirklich fast nur um osho’s zahnarztbesuche geht. Aber sind auch sehr interessante sachen drin. Und ich weiß jetzt bisschen was über dentistry. Dadurch sind die zahnarztbesuche viel cooler geworden, weil ich die ganzen instrumente und so jetzt nicht mehr mit angst, sondern mit neugierde und interesse sehe. Das ist eine ganz andere, neue perspektive.

Ja, die zahnärztin war natürlich überrascht, hat aber jetzt nicht soo begeistert reagiert. Sie meinte auch gleich, dass sie kaum zeit hätte zu lesen, und dass sie nicht so gut englisch kann (dresden halt..). und ich hatte angst, dass sie mich irgendwie für jemanden hält, der sie jetzt zu seiner sekte bekehren will. o_O hab mich deshalb sehr kurz gefasst. 😉
aber alles gut. Ne lustige aktion wars jedenfalls. 🙂 und seitdem hab ich dann auch bei jedem zahnarztbesuch meine osho-mala getragen. 😉 aber nicht für sie sichtbar.

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devageet widmung, 2015

(zum vergrößern bild anklicken)

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Ich hatte neulich wieder so einen „aufwachmoment“. Ich hab im moment oft das gefühl, vor einem spirituellen durchbruch zu stehen. So eine gewissheit, authentisch, nicht vom kopf, sondern in meinem inneren.
Und mir kam dann der gedanke, dass ich mein erwachen aufschiebe. Ganz seltsam, viell. warte ich wirklich heimlich darauf, in meinem sterbebett zu liegen, um da dann anzufangen, zu meditieren.
Osho hat sowas ja auch hin und wieder gesagt, dass wir nur mit uns selbst verstecken spielen, und eigentlich sofort erwachen könnten, wenn wir nur wollten. Aber eben lieber weiter in der weltlichen welt spielen.

Und dann hab ich einfach mal spontan geguckt, was echt ist, wenn mein „ich“ nicht mehr da wäre. Diese sachen sind immer so schwer zu beschreiben. Es war so, wie ein kleiner heller, durchsichtiger punkt. Darin war es völlig still, keine zeit, kein „ich“ im gewöhnlichen sinn, keine bewegung. Und außenrum das normale leben mit seinem ganzen geschwätz. Und der punkt kam mir echter vor, als das äußere.

Samarpan erzählt sowas ähnliches ja auch oft. „nichts ist je passiert“. Oder das beispiel von einem tornado, der in der mitte ganz still ist. Und mir fiel dann auch das yin/ yang-symbol ein. Ich hab aber praktisch nur einen weißen punkt mit (wenn man so will) schwarz drumrum gesehn.
Hab dann bei wikipedia geguckt und das „hotu“-symbol gefunden, das passt besser. Aber „mein“ symbol wär nochmal etwas anders. Also einfach innen der weiße, oder eher durchsichtige, punkt, außen ein großer „schwarzer“ kreis drumherum.
Und interessanterweise ist das hotu das „symbol für yin und yang der welt“. Und so hab ich das auch wahrgenommen, also, dass das, was ich gesehn hab, schon größere, universelle und nicht nur individuelle bedeutung hat. Ich hab sozusagen ganz kurz die realität oder beschaffenheit der welt gesehn.

Ich überleg jetzt auch, was mit dem anderen teil des yin und yang-symbols ist. Also, dem schwarzen punkt, umgeben von weiß. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass man auch genau das wahrnehmen kann. Also, dass man praktisch so in der „anderen welt“ ist, dass man von da aus auf die normale realität sieht, und diese dann ziemlich klein und eingekapselt (schwarzer punkt) wirkt. Das hab ich aber noch nicht so erlebt.

Auf jeden fall war das sehr tröstlich. So ähnlich wie bei meiner „skelett“-vision konnte ich kurz sehen, dass die eigentliche realität ganz anders, still und unbeweglich ist. Alles drumherum ist eig. nur ein großes, wirbelndes schauspiel, ohne wirkliche bedeutung. Auf diesen kleinen hellen punkt kann man sich zurückziehen.

Und ich bin mir jetzt ziemlich sicher, dass das yin und yang-symbol eine viel größere und mystischere bedeutung hat, als nur „männlich/ weiblich, hell/ dunkel“ usw. Kann mir gut vorstellen, dass das symbol so entstanden ist, dass jemand, viell. ähnlich wie ich jetzt, etwas „gesehen“ hat.
Osho hat ja auch kurz bevor er seinen körper verlassen hat, gesagt, dass er das om-symbol in blauer farbe über seinen chakren sehen konnte (was den tod ankündigt).

Nur schade, dass heutzutage aus diesen mystischen, esoterischen symbolen schmuck und ähnlicher killefitz gemacht wird, ohne sich groß mit der eigentlichen ursprünglichen bedeutung zu beschäftigen. -_-

Spannend, oder? 😉 ja, find ich auch.

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taiji

das (bekanntere) „taiji“-symbol (quelle: wikipedia).

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hotu

das „hotu“-symbol (quelle: wikipedia).

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so, meiner mutter (hallo mama! *wink* ich bin im fernsehn! Naja, so ähnlich 😉 ) sag ich ja oft, „ja, darüber werd ich dann bald noch nen text schreiben“. Aber theorie und praxis.. jedenfalls, ich beeil mich mal, das jetzt schnell zu schreiben. 😉 bevor ich wieder hunger bekomme oder sowas. Essen mag mich, und ich mag essen. Essen ist gut zu einem. Ähm, ja.
Oh, ich merk grad, libre office macht jetzt offenbar automatisch den satzanfang immer groß. Na sowas. Naja, wieso nicht, auch cool. 😉 🙂

Aaaalso. In dresden wurde neulich (irgendwann im oktober war das schon wieder) ein buddhistischer friedhof eingeweiht (von vietnamesischen buddhisten). Der erste weit und breit. War ich auch da, waren viele „wichtige“ leute da, war schön.
Paar stunden später und ganz im osten von dresden (der heidefriedhof ist da so weit im nord-westen), in der nähe der neuen waldschlösschenbrücke, war dann nochmal was mit buddhisten. Nämlich gelugpas, die ein sand-mandala gestreut hatten, und an dem tag war dann die zeremonielle auflösung.

Bin ich dann da auch noch rübergehetzt. 😉 ja, nur stand ich davor ja schon stundenlang im waldfriedhof rum und hab langweilige reden gehört. Und war dann doch schon ziemlich angeschlagen und genervt.
Das kleine gelugpa-zentrum (samten shenpen ling) war natürlich auch sehr voll. Wollte mich eig., wie bei den reliquien-ausstellungen, einfach nur ne weile neben das mandala setzen, meditieren, und mich dabei bewundern lassen. :p raum war aber völlig vollgestopft mit leuten, von denen auch noch viele ums verrecken unbedingt fotos vom mandala machen mussten. Von wegen symbol der vergänglichkeit und so.. sehr logisch. 😉 es kamen auch immer noch mehr leute in den raum, man musste sehr eng zusammenrücken. Ich war dann *sehr* genervt.

Naja. Nachdem gefühlt ein dutzend leute sich auf diverse meiner körperteile gesetzt, und ich ebenso mit diversen fremden körperteilen unfreiwillig in berührung gekommen war… *yuck* haben dann die indischen (glaub ich) gelug-mönche mit dem ritual und obertongesang angefangen. Dabei konnt ich dann endlich wie geplant meditieren. Der obertongesang war dabei sehr hilfreich, überhaupt ist obertongesang was tolles. 🙂

Dabei hatte ich dann (überraschenderweise) diese vision: ich habe mich selbst als skelett in meditationshaltung gesehen. Und hatte dabei ein ziemlich indifferentes, unpersönliches gefühl. Es war einfach ganz klar, dass ich irgendwann nicht mehr (so) existieren werde. Da war einfach keiner mehr, nur dieses skelett. Also kein ego mehr oder so.
aber wenn ich jetzt darüber nachdenke, war doch noch was da, nämlich die wahrnehmung selbst. Also, etwas muss ja das skelett noch wahrgenommen haben. Aber dieser wahrnehmung war ich als person sehr gleichgültig. Es war ziemlich „kühl“, „leer“. Osho hat ja auch oft genau davon geredet. Dass wir in wirklichkeit diese reine wahrnehmung sind. 🙂
Es war ein sehr „mächtiges“ gefühl oder eindruck. Und sehr real und klar.
Das schwankte dann aber etwas hin und her, als ich mich wieder mit dem skelett identifiziert habe. Dann kam große angst, viell. sogar leichte panik, auf. Also ich ging ein paar mal von de-identifikation zu identifikation hin und her.
Ja, das wars eig. schon, wollt ich festhalten. Für diese vision/ einsicht hatte sich die ganze rennerei und das generve gelohnt. 🙂 und viell. sollte ich mir noch ein paar mal obertongesang anhören.

sonst fand ichs noch interessant, dass ich inzw. auch buddhisten nicht mehr so ganz ernst nehme wie früher. Ähnlich wie bei den christen ist es ja doch tw. ziemlich albern: lustige gelbe mützen, man bastelt was schönes aus buntem sand, tee, kekse, usw. Und danach hat dieser sand natürlich magische fähigkeiten. 😉

Also, wir machten dann eine prozession mit dem sand vom mandala zur elbe, sand wurde (unter glotzen des einfachen dorf-pöbels..) in den fluß gestreut.
Dann wieder alle mann zurück (natürlich bei hin und rückweg wieder wild hysterisch photographierend…). und im zentrum bekam dann jeder ein bisschen bunten sand im plastiktütchen. Den wollt ich auch unbedingt noch haben, sonst wär ich schon früher gegangen. 😉
Ich weiß nicht genau, was der jetzt alles kann, aber bestimmt tolle sachen. 🙂 ja, ich hab dann zuhause spontan bisschen was davon geknuspert. Ja, ich glaub, „knuspern“ ist hier das richtige wort. :p Weil, heilkräfte hat er ja bestimmt auch? Hoff ich doch. Ja, so war das. Was ich mit dem rest machen soll, weiß ich allerdings grad nicht.

So, jetzt aber ruckzuck online hochschießen den text, samarpan läuft gleich wieder. 😉 weil, perfektionismus kann einen auch ausbremsen. Mach ich lieber mal schnell und nicht ganz so perfekt, dann gibt’s wenigstens schnell neue texte. 🙂 küsschen und so.

edit: gerade, als ich den text auf der samten shenpen ling facebook-page teilen wollte, hab ich bei denen das bild hier gesehn. passt perfekt zum text. lustige „zufälle“. 🙂

skelett, buddh. thangka

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