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Archive for the ‘Tagebuch’ Category

Ja, was wollt ich sagen. Mit menschen ist irgendwie alles sehr schwierig und kompliziert. Durch den mind und die vielen worte ist da immer diese glaswand. Man begegnet sich fast nie wirklich. Ich komme mit tieren viel besser zurecht. Die verstellen sich auch nie. Ich mein, bei menschen kann man es ja meistens relativ leicht durchschauen. Aber tiere sind einfach authentisch. Wenn sie keine lust haben, gehen sie einfach weg, fauchen, knurren. Wenn sie einen mögen, schnurren sie, knuddeln einen, wedeln mit dem schwanz. Und sofort ist man befreundet. Ohne worte und große vorstellung, höflichkeitsfloskeln und viel hin und her.

Was ist eig. passiert, dass sich menschen heutzutage eig. kaum noch verstehen. Und nichtmal gegenseitig wirklich vertrauen können.

Was ich in letzter zeit mache, ist, zu versuchen, menschen wie tiere (ich stell mir da immer katzen oder hunde vor), zu behandeln. Also, wenn eine katze z.b. ausversehn was dummes machen würde, könnt ich wohl nie wirklich sauer sein. Also, menschen hab ich bestimmt schon viele angeschrien, aber tiere noch nie.

Und die menschen scheinen den unterschied auch zu bemerken und reagieren seitdem ganz anders auf mich. Also, spüren wohl, dass ich ihnen nix böses will. Und ich hab ihnen gegenüber auf einmal praktisch unendliche geduld.

z.b. hab ich neulich eine packung kekse in einem koreanischen laden umgetauscht. Also, waren unvegan, waren falsch deklariert. Und ich hatte nur noch 10 min., um ins kino zu kommen. Die frau sprach aber nur koreanisch, nichtmal englisch, und verstand einfach nicht, was ich will. Sie hat dann in unglaublicher langsamkeit nacheinander sohn, tochter und mann dazu gerufen. Nur tochter und mann konnten halbwegs deutsch. Ja, hab sie mir dann alle wieder als katzen oder so vorgestellt, und konnte einfach nicht sauer sein. Nur verzweifelt. Hat sich dann doch geklärt und mit bisschen joggen hab ichs noch pünktlich ins kino geschafft. Da war ich wirklich sehr stolz auf mich. Eig. hätte ich schon irgendwie laut werden können oder sowas.

Und noch was (dieser text hier ist eig. 3 ideen auf einmal): In dem neuen humaniversity (herrje, ich war da immernoch nicht) programm hab ich gelesen: „Learning the art of love is a lifelong affair […]. Unconditional love is not love because you need to be loved – it is love because you need to love. […]“

ja, das ändert alles. Man wird vom bettler zum könig, der etwas verschenken will. Wenn das geschenk nicht angenommen wird, ist das auch egal. Nur muss man sich immer selbst beobachten, ob man nicht wieder als bettler da steht, oder sogar aufdringlich wird.

Nicht nur frauen „lieben“, sondern alle wesen. Erst das ist echte liebe.

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18.1. 2016

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Ich hatte neulich einen ganz lustigen traum, und hab ihn zum glück direkt danach aufschreiben können. prominente kommen auch drin vor. 😉

Es fängt damit an, dass ich aufwache, bzw. gleichzeitig in die schule gehen will. Ich bin wahrscheinlich lehrer oder so ähnlich, gleichzeitig aber auch irgendwie schüler und schauspieler.
Es ist noch dunkel, und im inneren sind dicke qualmwolken, die schule scheint also zu brennen. Irgendwie ist es aber auch ein filmset, von einer serie o.ä.
dann bin ich wahrscheinlich in der schule und unterhalte mich mit hugo egon balder über bastian pastewka. Der kommt dann auch vorbei, zusammen mit seiner frau, die er über eine partnervermittlung „aus dem katalog“ hat. Sie kommt aus den philippinen o.ä., „irgendwo zwischen china und japan“ (die geographie stimmt vermutlich nicht, aber ist ja mein traum 😉 ).
sie ist jung und süß und will dann aber, dass beim dreh alles ganz anders gemacht wird, als abgemacht war. Pastewka lässt sich überreden, worauf balder sehr wütend wird. Pastewka und frau ziehen ab (sie hatte übrigens ganz tolle neue süßigkeiten dabei, auf die man worte drucken kann, sah aus wie plastik). Balder lästert noch ein bisschen über pastewka.

Nächste szene, ich laufe durch die „schule“ (?), viele junge leute. Dann geht’s zum veganen brunch. Ich sehe a., einen alten „feind“ aus schultagen. Er hat krücken dabei, also sich offensichtlich schon wieder/ mal wieder das bein gebrochen. Ich versuche, ihn zu ignorieren.
Beim brunch ist natürlich kein platz mehr für mich frei. Die anderen sitzen an tischen, ich habe eine art kinderstuhl, der vorne eine ablagefläche hat, wo man das essen drauf stellen kann.
Neben mir (also am tisch) sitzt bettina böttinger. Sie fängt an, euphorisch und für alle hörbar (sie ist ja schließlich fernsehmoderatorin) in details darüber zu reden, wie lange es dauern wird, bis wir das essen verdaut haben, usw. Ich bitte sie, damit aufzuhören.
Dann geht ein teller mit besteck rum, allerdings sind nur noch sehr große teile darauf. Ein großes brotmesser und so eine große steakgabel (?), also so ein pieksding mit zwei spitzen zacken. Außerdem sind diese voller altem bratenfett. Ich bin genervt.
Böttinger ist jetzt auf einmal anke engelke und kündigt fröhlich plappernd ihr mitgebrachtes essen an, nämlich hühnchen. Innerlich laufe ich schonmal warm, um ihr dazu ordentlich die meinung zu geigen.
Dann sagt sie aber irgendwas von „ich dachte, du kennst mich besser, wir leben doch schließlich zusammen“. In diesem moment merke ich, dass meine mutter auf der anderen seite des tischs sitzt, und mich neugierig anguckt. Ich: „äh, nein, wir leben *nicht* zusammen.“
Woraufhin engelke gekränkt ist (?), sich lang über den tisch ausstreckt und anfängt, sich heftig zu übergeben.
Ich stehe schnell auf, weil ich das ganze nicht mehr aushalte, und weiche ihr aus.
Ich: „ok, wenn ich hier nichts zu essen bekomme, dann wenigstens einen saft? Oder so?“ nein, ich bekomme auch keinen saft.
neben mir an der tür/ ausgang steht ein schönes junges mädchen, das mich breit anlächelt. Ich versuche zu sagen, „na gut, wenn schon kein essen, bekomme ich dann wenigstens sex?“, traue mich aber nicht.
Ich wache auf.

Tja, was sagt uns/ mir das jetzt? Ich gucke vielleicht zuviel (internet-)fernsehn. Und, (vegane) brunches haben für mich etwas albtraumhaft-traumatisierendes. 😉 deshalb war ich wohl auch erst einmal bei einem, und auch nur ganz kurz.
Jedenfalls ein sehr lustiger traum, und ich habe nichts nachträglich dazuerfunden oder so, direkt nach dem aufwachen aufgeschrieben. nimm das, sigmund freud! 😉

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Bald kommt schon wieder dominan, also schreib ich mal schnell.

Mir kam neulich die idee, dass es sein kann, dass bei mir deshalb nix vorwärts geht, weil ich ja die ganze zeit zurück in die vergangenheit gucke. Also ich denke schon sehr oft daran, an a., an t., dass ich nicht nach dresden hätte ziehen sollen, usw. Und da gibts ja diesen spruch, dass die energie der aufmerksamkeit folgt. Wenn das wirklich so ist, ergibt das alles sinn.

Also insbesondere auch beim thema neue freundin. Da kam mir die idee, dass es sein kann, dass man erst dann einen passenden neuen partner findet, wenn man nicht mehr am vorherigen „festhängt“.
Und bei mir war das tatsächlich meistens so. also ich hab eig. immer sofort wieder nach was neuem gesucht, aber mehr so verzweifelt, und viell. mehr, um mich zu trösten. Und da klappte meistens überhaupt nichts. Erst so nach ca. 2-3 jahren (wohl so meine „trauerzeit“), kam dann auf einmal genau die passende, ohne, dass ich viel suchen musste. Mal so ganz grob.
Ja, und auch erst dann war ich ja wirklich bereit für was neues, und die energie sozusagen nicht mehr so sehr bei der ex. Erst dann wars keine verzweifelte suche mehr, sondern wirklich freude, wen neues kennen zu lernen.

Insofern ist es glaub ich sehr erstrebenswert, sich möglichst von der vergangenheit frei zu machen, um der zukunft platz zu geben. Wenn man immer nur in den rückspiegel guckt, kommt man eben nicht vorwärts, bzw. bleibt ganz stehen und blockiert sich selbst.
Viell. ist das bei mir mit dem wohnort usw. auch ähnlich.
Also hin und wieder mal alles rauswerfen, neu machen und nach vorne gucken und sich auf neues freuen. 🙂 irgendwie so.

Noch ein gedanke: man sollte möglichst viel (neues) ausprobieren. Also ich kauf mir z.b. gern viele räucherstäbchen, oder sowas wie tee oder shampoo, weil, kostet ja kaum was, und ich freu mich immer, wenn ich da was neues finde und austesten kann. Aber bei „großen“ entscheidungen bin ich richtig „gelähmt“, also z.b. eine neue jacke oder jeans kaufen. Was dann oft dazu führt, dass ich garnichts neues an kleidung kaufe, höchstens mal ein shirt oder so.
aber ich glaube, dass dieses ausprobieren, diese „testreihe“ ganz wichtig ist, damit man was neues tolles finden kann, also praktisch für den fortschritt. Und bei sowas wie wohnungssuche z.b. ist es dann eben doch sicherer, einfach da sitzen zu bleiben, wo man ist, statt ein risiko mit einer neuen stadt einzugehn. Was dann eben zum stillstand, und sozusagen zum „tod“ führt.
„mißerfolge“ sind auch wichtig, damit man sich weiter entwickeln kann. ohne diese mißglückten experimente gibt es keinen fortschritt. Und das sind ja auch gar keine „niederlagen“, oder fehler oder so. im gegenteil, ohne diese erfahrungen kann man auch keinen „erfolg“ haben, oder das entdecken, was einem wirklich gefällt und zu einem passt.
Einfach mehr gucken, probieren, kaufen, ansprechen… und damit die chance erhöhen, dass man mal was (oder wen) wirklich cooles findet. 😉 und im nachhinein sind die „mißerfolge“ meistens auch irgendwie lustig und vor allem lehrreich, oft lehrreicher als die „erfolge“.
Also, wenn man das z.b. mit der entwicklung von panzern und flugzeugen in den weltkriegen vergleicht, da gibt’s wirklich lustige fehlkonstruktionen, die aber eben auch irgendwie faszinierend und putzig-sympathisch sind, und ohne diese wären die fahrzeuge heute eben nicht so gut, wie sie sind. 🙂

also: frühling, gute zeit, um alles neu zu machen. 🙂

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Hochwasser in Schilda

Ich wollte nur kurz ein paar gedanken zum hochwasser 2013 in dresden aufschreiben. Hysterie und emotion, ja. Ok, zeitweise wars wirklich etwas gruselig, aber insgesamt ist jetzt nicht soo viel passiert. Die vororte, die eben direkt am fluß liegen, sind tw. wirklich überschwemmt worden. Aber im vergleich zu 2002 wohl alles noch ganz ok. Wobei ich mich wirklich frage, wieso die leute da jetzt so rumjammern. Wenn mir schonmal das haus weggeblubbert wäre, wär ich danach natürlich weggezogen, mindestens in einen ortsteil weiter weg vom wasser. Logisch, oder?

Ok, genervt hat mich, oder nervt mich immernoch: der spontan aufgeflammte „lokalpatriotismus“, ach, aber der war ja vorher auch schon da. 😉 aber jetzt hat mans eben noch deutlicher bei facebook lesen können. Versuche mal, bisschen was aus der erinnerung wieder zu geben: „wir sind die macht im osten!!!!!!!!!“ (möglichst dramatisch, viele ausrufezeichen, und rechtschreibung unbedingt vernachlässigen), „ja hier in dresden halten wir eben zusammen!!!!“.

Oft wurde sowas auch schlicht von nazis gepostet, die sonst bei jeder gelegenheit auf facebook ihre rechte gesinnung zeigen, naja, oder man muss sich ja auch nur mal die profile angucken. Klar, dass natürlich die nazis insbesondere ihr „wunderschönes“ dresden retten müssen, das ist ja praktisch ihr lebensinhalt. Alles für deutschland und so. naja, mir wurde da jedenfalls ziemlich schlecht.

Weiter gings dann mit lynchjustiz, oder zumindest phantasien darüber. Die pöhsen pöhsen „gaffer“, also leute, die den aufrechten und aufgewühlten dresdnern nur beim sandsäcke-stapeln zugucken, sollte man natürlich direkt in der elbe ertränken, oder „im damm verbauen“.

Später gab’s dann berichte über einbrüche und versuche von plünderungen, da fanden sich dann schnell die oben erwähnten leute, die eifrig posteten, dass sie „einen knüppel im auto“ hätten, und, ja, wenn sie einen kriegen, den natürlich nicht direkt an die polizei übergeben wollen, sondern erstmal ordentlich… naja, und so weiter. dieben sollte man direkt „de pfoten abhauen“, jawoll.

Ein hauch von texas, oder so. hier im osten gibt’s eben immernoch das gute alte faustrecht, soljanka, bier, bratwurst, hier ist die welt noch in ordnung. *würg* ich musste übrigens immer nur paar minuten warten, bis der erste sowas gepostet hat, hab danach kaum noch mitgelesen, aber solche comments haben auch immer sehr schnell sehr viele likes bekommen. Fand ich ziemlich erschreckend.

desweiteren erging man sich in stolz und selbstbeweihräucherung, sowie in heldenverehrung, wenn irgendein ronny, eric oder robert irgendnen lkw von a nach b gefahren hat.

Prima auch die ganzen (haus)frauen, die natürlich ungefragt gleich mit brötchen machen, bier holen, muffins backen.. usw. zur „heimatfront“ eilten, um die arme vom krieg, äh, achso, von der flut gebeutelte arische.. äh, mist, ich mein dresdner bevölkerung im abwehrkampf.. äh.. zu unterstützen. Natürlich gefolgt von tausend „oh gott, du bist so toll, ich bin so gerührt!“ comments.

Zitat „gänsehaut pur“. jo. Wenn halt sonst nie was passiert, näch. 😉 einer hat sogar auf der fernsehkritik.tv page gepostet, dass man doch jetzt lieber spenden für chemnitz sammeln sollte, als für fernsehkritik. Bzw., er sprach von „karl-marx-stadt“…

Überhaupt bekam ich zum ende hin immer mehr das gefühl, dass sich leute nur profilieren möchten. Firma dings spendet dies, gefolgt von supermarkt x, handykarten werden gespendet, getränke, döner… natürlich immer schön mit erwähnung des ladens. Super werbung. 😉

wobei ich mich die ganze zeit gefragt hab: was soll dieses hysterische gekreische nach „verpflegung“ (essen, trinken)? Nur weil der fluß etwas angeschwollen ist, sind auf einmal alle mittellos und praktisch in der 3. welt? Wieso hat auf einmal keiner mehr 10 €, um mal kurz zum netto zu gehen, und sich ne packung brötchen zu kaufen? Die (nicht sehr schlauen, s. weiter oben) spießbürger, denen ihre eigenheime weggeblubbert sind, haben die sonst gar keine rücklagen? Keine versicherung? Wirklich nicht?

Aber ist klar, dass man solche fragen in dieser schlimmen zeit, wo der russe… äh, das wasser.. vor der tür steht, nicht stellen darf, ohne ernstlich gefahr zu laufen, vom emotional hysterisch aufgestachelten bauernmob gelyncht zu werden. Der staat soll uns helfen! Jetzt sofort, mit allem, was wir brauchen, und ganz viel geld, am liebsten „unbürokratisch“ bar auf die hand. Nunja. Nörgeln und jammern haben sie jedenfalls drauf, ob hochwasser oder nicht.

Was es momentan auch gibt, sind leute, die ganz „berührt“ sind, und unbedingt irgendwas spenden möchten. Da gab’s z.b. einen post „ich bin jetzt hier spontan durchs haus gerannt, und habe kinderkleidung, einen schaukelstuhl und eine kaputte waschmaschine gefunden. Diese ganzen tollen sachen schenke ich euch ganz selbstlos! Ja, nur wie die nach dresden kommen sollen, ist nicht mein problem“ (hat er anders ausgedrückt, aber so kann mans zusammenfassen). Klartext: im moment gibt’s viele leute, die statt zu ebay oder zum schrottplatz zu gehen, eben lieber zum ehrenrührigen „fluthelfer“ werden möchten, und sich dabei noch toll vorkommen, wenn sie das ganze alte gerümpel, das sie vermutlich schon seit jahren wegwerfen wollten, loswerden können.

Da wurde sogar einmal drauf geantwortet mit „wir sind nicht im krieg, und schmutzige kinderkleidung braucht auch kaum wer“. Sehr richtig. Wir sind hier in einem sehr reichen land, und es sind keine bomben gefallen. Es ist nur etwas nasser als sonst.

Was mich die ganze zeit gewundert hat: wieso muss eig. die bevölkerung -also, da es sich hier um ostdeutschland handelt: hauptsächlich teenies- die ganze arbeit übernehmen? Das ist hier ein wahrer kinderkreuzzug. Oder wurde durch den aktionismus der zivilisten nur ein größerer einsatz von leuten, die das nunmal beruflich machen, und dafür da sind, also armee, feuerwehr usw. unnötig? Hat die stadt einfach geguckt, wo von selbst genug zivilisten stehen, und dabei dann eben die gehälter für soldaten usw. gespart? Hm, keine ahnung, kenn ich mich nicht aus. Kann mir nur vorstellen, dass das, was die zivilisten gemacht haben, leicht von wenigen soldaten hätte gemacht werden können. Aber viell. lieg ich da auch ganz daneben.

Nunja. Wenn das ganze vorbei ist, wird man sich bierselig in den armen liegen, totes tier in sich reinstopfen, „dööönääämööö“ gröhlen, sich gegenseitig ewige treue und beistand zusichern, gegen alles böse, ausländer, berliner, wasser, intelligenz, reflektion, toleranz, vielfalt… joa. Denn ihr seid „die macht im osten“. Na denn.

ich glaub einfach, dass richtige großstädter, wie z.b. die berliner, mit der ganzen lage einfach etwas entspannter und weniger betulich, konfus/ aufgeregt und jammerig umgegangen wären, wie es hier eben immer üblich ist. Wie auch immer. Mit dem text werd ich mir hier bestimmt wieder keine freunde machen. Wat solls. 😉

Übrigens ist der elbpegel, als ich das hier tippe, deutlich gesunken. zurückgegangen auf alarmstufe 2, ca. 6 meter.

Ach, und ich wurde auf der „fluthilfe“-page direkt gesperrt, als ich ein lustiges bild von einem höhergelegten auto von der „god“-page bei ihnen geshared hab. Nee, spaß verstehen die schildbürger natürlich keinen, war klar. 😉 da bräuchts ja auch intelligenz für.

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2012 in review

Die WordPress.com-Statistik-Elfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2012 an.

Hier ist ein Auszug:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 2.700 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 5 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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Liebes Facebook…

Irgendwas stimmt da doch nicht. Inzwischen hab ich stolze 848 fb-“freunde“. Da komm ich doch schwer ins überlegen, wieso ich hier alleine sitze, und aus einsamkeit und langeweile diesen text hier schreibe. Aber viell. ist fb ja doch garnicht die realität? Das würde einiges erklären. eig. hatte ich in den letzten jahren ja auch halbwegs eine balance, also ich hab fb-leute auch mal getroffen und so. aber im moment… ist mein fb eher, ja, ziemlich tot. 90% der leute kenn ich doch garnicht, und bei so 95% hab ich abgestellt, was sie so posten. Einfach völlig banal und uninteressant.

Wobei die veganer, die wohl so meine meisten „freunde“ darstellen, am vorhersehbarsten sind. Horror-videos und bildchen, und dann „guck mal, ich kann vegan kochen“-fotos, und beiträge in irgendwelchen strunzlangweiligen veganen kochgruppen. Find ich auch immer wieder erstaunlich, wie sich weibliche veganer so völlig ihrer „mutter und köchin“-konditionierung hingeben. Während der freund oft weiter sein steak kaut. „Aber er isst ja schon viel weniger fleisch, wegen mir“. Ja, genau.

Sich wirklich nur noch über den veganismus zu definieren ist dann auf dauer doch bisschen arg langweilig. Vor allem, wenn alle mehr oder weniger dasselbe posten.

Jedenfalls hab ichs wohl falschrum aufgezogen. Ich versuche nämlich, über fb freunde, frauen, und gruppen zu finden, mit denen man sich treffen kann. Bzw., ich gründe selbst diese gruppen. Wenn dann nie treffen klappen, macht mich das wütend und traurig. Und ich nehm das ganze natürlich sehr ernst. Wenn mich z.b. jemand bei fb blockt, oder wenn ich wen blocke, ist das wie ein tod, oder so ähnlich. Derjenige existiert ja dann in dieser virtuellen welt nicht mehr.

Ja, und so sitzt man dann da, flirtet mit frauen aus chile, oder österreicherinnen, oder sogar etwas näher, kölnerinnen und münchnerinnen. Und läuft tagsüber an den dresdnerinnen vorbei. Aber die kann ich ja nicht „stupsen“, oder „gruscheln“, oder was weiß ich. Und die gruppentreffen kommen fast nie zustande. Hab ich jetzt auch schon in vielen anderen gruppen erlebt. Ca. 150 leute in der gruppe, aber nur so 10 schreiben was. Und die paar mögen sich dann aber auch nicht genug, oder wohnen so weit auseinander, dass sie sich auch nicht treffen wollen.

Sinn macht fb also eher, wenn man sich schon offline kennt. Tada, meine erkenntnis des tages. 🙂 dann weiß man nämlich z.b. auch, wie witze gemeint sind, die sonst online schnell zum streit führen können. Wenn man sich schon kennt, macht chatten und katzen-bilderchen tauschen bei fb wirklich viel mehr spaß.

Und naja, die meisten handhaben das ja viell. auch so. schließlich darf ich mir ja ständig anhören „ich kenn dich doch garnicht, du könntest mich beim date ja umbringen“, also zumindest sowas in der art. vorsicht ist ja auch nicht dumm, besonders als frau. Ist viell. etwas autistisch, davon auszugehen, dass die einfach durch mein fb-profil schon checken, dass ich nett und harmlos bin. Bzw., ist das überhaupt möglich?

Hachja, die profile. Wo frauen meistens nur ihr schönstes foto als profilbild nehmen (das oft sehr zu den restlichen differiert), und typen sich in anzug und sonnenbrille schmeißen. Ist schon ganz schön albern, die ganze selbstdarstellung.

Schlimm wirds bei „spirituellen“, also ich mein jetzt die eher abgedreht-verstrahlten. Da gibts statt foto dann irgendwelche rosa herzchen, und krishna, und bunte lichtstrahlen, sterne, engel… hauptsache grell und verstrahlt. Dazu schreibt man dann noch, dass man im dienst der liebe, Gottes, als friedenskrieger oder sonstwas unterwegs ist. Dahinter verbergen sich dann gern mal 18 jähre jüngelchen, auf dem weg zum „reiki-meister“, yoga-lehrer, oder irgendso welchen jodel-diplomen, die sich jeder kaufen kann (der viel geld für sowas hat). Und die leider denken, sie wüssten bereits alles, und das natürlich auch besser. Krieg ich schon wieder schaum vorm mund, eigentlich? 😉

Jedenfalls… auch gruppen kann man prima über fb organisieren, wenn diese eben schon real existieren, und sich eh bereits treffen. Aber einfach eine gruppe „jedi-ritter in dresden“, oder auch „veganer in dresden“ gründen, und dann auf einen ansturm zu hoffen… nö, das funktioniert eben nicht. Die leute kommen sowieso erst, wenn sie jemanden persönlich kennen, der da schon hingeht. Das ist so meine erfahrung inzwischen. Dann kommen die echt in scharen. Alleine traut man sich irgendwie nicht, aber wenn die halbe clique schon da ist, will mans nicht verpassen, ist dann scheinbar auch fast egal, um was es eig. geht, hauptsache mit der (offline schon bekannten) masse mit.

Ja, und dates… tja. Ich kann mich prima schriftlich ausdrücken, deswegen mag ichs online auch so. In offline-situationen gibt es da immer diese sozialen dynamiken. Es gibt immer „platzhirsche“, oder allgemein unsensible menschen, viell. sogar dazu noch alkohol. Da geh ich eben unter, und ich würde da auch kaum was erzählen. Und mich vermutlich auch nicht so trauen, leuten so direkt meine meinung ins gesicht zu schmettern. Und wenn mir einer online ganz doof kommt, kann ich ja schließlich immer das hier machen: blocken, wundervolle funktion. Weg ist der vollidiot, für immer. 😉 in der realität würde es an so einem punkt wohl eher zur schlägerei o.ä. kommen? 😉

Aber es fehlt eben online leider auch sehr viel. Körpersprache, mimik, augen, stimme, betonung, ausstrahlung, die „aura“, körpergeruch. Und deshalb kommts ja auch so oft bei fb zu mißverständnissen. Aber eben auch, weil die leute viel freier und direkter „sagen“, was sie wirklich denken.

Wenn ich frauen übers internet kennenlerne, ist es meistens so, dass sie beim date auf einmal viel kleiner sind, als ich mir das so vom foto vorgestellt hab (klar, ich bin ja auch groß). Oder ganz leise reden. Oder sowieso komplett anders aussehen. Man muss sich praktisch nochmal neu kennenlernen, weil ja jetzt diese ganzen anderen „dimensionen“, die ja nunmal zur realität gehören, dazu kommen. Und in zeiten, wo ichs mit dem internet übertrieben hab, war das manchmal ziemlich verwirrend und anstrengend. Besonders, wenn erwartet wird, dass ich jetzt ganz viel rede. Nö, tu ich nicht.

Single-gruppen sind auch noch erwähnenswert. Ich war jetzt in wirklich vielen, auch in so 4 „dresden singles“-gruppen. Klar, dresden ist da natürlich auch online nochmal extremer als andere städte. Da hat man dann wirklich um die 100 (ziemlich unattraktive, nicht sehr schlaue, auch viele nazis dabei) typen, die alle ausgehungert vorm pc hocken und lauern. Hin und wieder schreibt einer dann mal was, von wegen „wo sind denn hier die frauen?“, und wird sofort dafür von den anderen frustrierten (gern inkl. admin) angemacht. Statt sich gegenseitig aufzubauen und zu helfen, macht man sich also noch gegenseitig runter. Schreiben kann da auch kaum einer vernünftig. Hin und wieder beschimpfen die sich lustigerweise gegenseitig, dass der andere doch mal besser schreiben soll. 😉

Ja, und wenn dann ne frau sich da blicken lässt, kann die wirklich strunzdumm, hartherzig und arrogant sein, und wird trotzdem mit messages überhäuft. Aber so ist das ja grundsätzlich im internet. Willkommen in der tierwelt. Einfach nur widerlich und gruselig. Wenn man diese frauen dann mal zufällig in der stadt sieht, hab ich mir schon oft gedacht, „was, die ist das? Ach gott, deshalb der ganze aufstand, und die virtuellen toten?“ 😉 nunja.

Ja, also ich glaube, man sollte fb nicht zum mittelpunkt, zur „mainstage“ seines lebens machen, das klappt irgendwie nicht. 😉 man sollte es als ergänzung zum echten leben nehmen, dann ist es prima. Es sollte also eine gewisse balance geben. Sonst wacht man irgendwann, wie ich gerade, auf, und stellt fest, dass wenn mal der pc nicht läuft, man völlig allein ist. Und die 848 „freunde“ fast alle eben absolut fremde sind, die sonstwo wohnen, und die man eh nie real kennenlernen wird. Dieses gefühl der totalen einsamkeit und leere ist wirklich eiskalt. Aber viell. auch ein bisschen heilsam.

Allerdings weiß ich nicht, was ich daran ändern soll. Ich mag nunmal keine discos, und die meisten menschen gehen mir schnell auf die nerven, mengen ertrag ich schon garnicht. Und frauen real/ offline kennenlernen, ja wo denn? Aus verzweiflung war ich ja sogar mal wieder bei den hare krishnas… 😉

Ich geh hier jetzt mal wieder zum speeddating (falls die mal endlich genug frauen in diesem ossi-kaff dafür finden, sonst wirds wohl wieder abgesagt), sonst hab ich glaub ich alles durch.

Also bleibt mir eben nur das internet. Aber toll find ich das grad nicht mehr so. hätte schon lust, mal wieder ne frau „ganz“ zu erleben, mit blicken, stimme und all sowas. Andererseits ist das eben auch stressiger und anspruchsvoller.

Tja, so ist die lage. Nicht so doll. Außerdem isses die ganze zeit dunkel. hm. Traurig, einsam, frustriert.

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Am 18.8. war in berlin das vegan-vegetarische sommerfest, und am selben tag medmob, also musste ich doch mal wieder rüber. Morgens kurz zum fest, also einmal über das gelände am alexanderplatz. Der platz, den das fest einnahm, war aber sehr übersichtlich, hätte ich mir bei berlin größer vorgestellt, und sah auch auf den fotos bei facebook usw. größer aus.

Hatte nicht viel zeit, also nen lauwarmen, nicht so tollen, aber sehr satt machenden smoothie getrunken/ gegessen (?), und schon gings zu fuß weiter zum medmob am oranienplatz, zum glück ziemlich in der nähe. Aber „in der nähe“ bedeutet bei berlin meistens mind. 40 min. laufen. 😉

Ja, zum medmob kamen dann ca. 14 leute, u.a. aus polen, irland, und vielen versch. spirituellen berliner zentren. Eig. doof, dass es bei berlin immernoch nicht um die hundert leute sind, die da zusammen kommen, versteh ich nicht so richtig, aber ja, medmob hat in deutschland eben irgendwie einen schweren stand, sogar im sommer und in einer millionenstadt.

Schön ist es, dass der berlin medmob jedesmal den standort wechselt, so dass man nach und nach die ganze stadt kennenlernt (auch, wenn man sich nur die fotos bei fb ansieht). Aber der oranienplatz war irgendwie nicht so toll. Also die atmosphäre war seltsam (schwer zu erklären), und der photograph wurde irgendwann von einem vermutlich psych. gestörten belästigt, dass er uns nicht photographieren dürfe (oder sowas ähnliches). Sonst wars aber schon ne kraftvolle, coole meditation.

Ja, dann backpack wieder auf den rücken und gewaltmarsch zurück zum sommerfest.

Naja, ich kann mit so volksfesten eben nix anfangen. Der moschinski hat auf ner bühne gekocht (schnarch), paar starke männer haben erzählt, wie sie so stark geworden sind, es gab vürstchen und so… joa. Und natürlich die obligatorischen wackligen holzbänke, und schlangen an den essensständen. 😉 just not my world. Ich glaub ich bin ganzjährig mein eigenes veganes fest, bewegung, oder so. 😉

Ich floh dann sehr bald, und zwar in ein kaufhaus nebenan (glaub es war galeria kaufhof), wirklich ein riesending, einmal mit der rolltreppe hoch und wieder runter, huuuiiii. 😉

Ja, und dann saßen da noch hare krishnas rum, mit denen musste ich mich natürlich auch unterhalten. Naja. Es hieß „frag den mönch“ auf ihrem transparent, also hab ich halt paar schwierige lebensfragen gestellt, die mir noch niemand wirklich gut beantworten konnte. Der „mönch“ strahlte mich immer nur versonnen an, sagte mir das, was hare krishnas einem immer sagen, und überhörte meine konkreten fragen einfach, bzw. hatte keine antworten. Dabei war er am essen, weshalb ich nie wusste, ob jetzt noch ne antwort kommt, oder nicht.

Und ich hab mir noch den alexanderplatz sehr lange angesehen, wie ein aquarium. Wirklich spannend, was für untersch. menschen da rumlaufen, echtes großstadtfeeling. und unglaublich schöne frauen. 😉

Am ende wieder zurück zum hauptbahnhof marschiert (mein kompass hat mir diesmal sehr geholfen), reichlich dehydriert und wieder völlig fertig, weil ich in berlin ja meistens mich weigere die bahnen zu benutzen, und das backpack war wirklich ziemlich schwer.

Kam dann wieder an der uni (jura) vorbei, und da saß wieder mein „alter freund“ vom letzten mal. Bin dann gegen meine intuition zu ihm hin, dachte der freut sich. Er hat dann wieder meine mala gesehn, und mir praktisch exakt dasselbe über osho erzählt wie beim letzten mal. Und irgendwie wusste er glaub ich auch nicht mehr, wer ich bin. Naja, eben ein verrückter, was hab ich auch erwartet. Trotzdem machte mich das traurig. Dann quasselte er wieder auf mich ein, ich wollte diesmal aber nicht wieder den zug verpassen, also ging ich nach einigen minuten einfach. Dann hat er noch „Osho war ein schwätzer! Osho war ein schwätzer!“ mir hinterher gerufen. Klingt viell. blöd, aber mich hat das ziemlich getroffen. Also, ich dachte wirklich, ich hätte da so eine art freund gefunden. Und festzustellen, dass dieser einfach geistesgestört ist… naja.

Die zugfahrt zurück war gruselig, waren viell. 4-5 waggons, vollgestopft mit „einfachen“ menschen aus dresden, mit denen ich schon hingefahren war, und die sehr laut waren. Hab mich dann soweit wie möglich entfernt von ihnen in den gang gesetzt und war traurig und hab mich einsam gefühlt.

Joa, das war mal wieder ein abenteuer in berlin. 😉

freu mich jedenfalls auf den berlin medmob am 21.9., das ist dann der 10. in berlin, der erste „germany medmob“, wo hoffentlich ein paar leute aus den anderen medmob-städten nach berlin kommen, und außerdem „world peace day“ oder so. also weltweit ne große sache.

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